obinatravel

Mexiko City 2018

Hier bin ich nun also, alleine in einer 20 Millionenstadt am ersten Tag einer Reise, die noch über ein halbes Jahr dauern wird. Sobald ich frühmorgens die ersten Schritte aus dem Hostel rein in die Strassen dîeser Riesenmetropole wage, kommen mir diverse Düfte von Strassenständen entgegen. Ich befinde mich im Stadtzentrum und um mich herum stehen Geschäftsleute an kleinen Ständen an, um sich auf dem Weg zur Arbeit für wenige Pesos ihren Kaffee, ihre Tortilla oder ihren frisch gepressten Fruchtsaft zu holen. Ich geselle mich unter die Einheimischen und versuche es einmal mit Fruchtsaft und Tortilla. Uns dies ist der Beginn meiner kulinarischen Entdeckungsreise durch Mexiko City, die beste gastronomische Hochburg, in der ich je war.

 

Tacos, Tortillas oder Tostadas?

In dieser Stadt kann man etwas richtig gut: essen, essen und nochmals essen. An jeder Strassenecke wartet wieder eine neue Spezialität und schliesslich will ich ja alles probieren. Es dauert aber eine ganze Weile, bis man sich durch diesen Dschungel von mexikanischen Spezialitäten durchgekostet hat und den Unterschied zwischen Tostadas und Tacos oder den Unterschied zwischen Empanadas, Enchiladas und Micheladas intus hat. Nach fünf Tagen schlemmen fühle ich mich dann ein paar Kilo schwerer und bin bereit für etwas gesünderes Essen. Mal schauen, ob ich das an meinem nächsten Stopp in Puebla finde.

Hier ein typisches Mittagessen oder als Snack: ein Fisch-Taco im Restaurant El Pescadito für ca. 20 Pesos (CHF 1.-).

Sightseeing in Mexiko City

Da ich am ersten Tag noch alleine unterwegs bin (was sich dann aber ganz schnell ändern wird, da man hier unglaublich schnell neue Leute kennenlernt) erkunde ich die Stadt bei einer Free Walking Tour. Dies ist ideal, wenn man alleine unterwegs ist und um sich in dieser riesen Stadt erst einmal zurecht zu finden. Für ca. 2 Stunden zeigt uns Paco die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum. Die etwas weiteren Highlights klappere ich dann auch noch selbst ab, zu Fuss oder per Metro. Das Metrofahren ist besonders aufregend, da die Beschriftung katastrophal ist. Glücklicherweise spreche ich Spanisch und finde jeweils den richtigen Weg mit dem extrem preiswerten Verkehrsmittel. Eine Fahrt kostet nur 5 Pesos (25Rp.). In der Nacht bevorzuge ich Uber, das hier das beliebteste Fortbewegungsmittel zu sein scheint, zumindest bei denjenigen, die es sich leisten können. Auf jeden Fall fällt mir hier die grosse Schere zwischen Arm und Reich auf. Es gibt total hippe, angesagte Lokale, die mit Preisen aus Europa vergleichbar sind und gleichzeitig kann man sich für sehr wenig Geld an den Strassenständen oder am Markt vieles kaufen. Die trendigsten Cafés und Bars befinden sich derzeit in den Vierteln Roma und Condesa, wo ich auch meine Unterkunft gewählt habe. Hier in den Strassen könnte man tagelang von veganem Hipster-Café zur organischen Fruchtsaftbar wandern.

Tanzen in Mexiko City

Per Zufall wohnt eine meiner ehemaligen Mitstudentinnen aus Medellin in der Zwischenzeit in Mexiko City und kennt sich bestens mit der Salsa- und Bachataszene aus. Und schon am ersten Abend, als wir uns in die angesagteste kubanische Salsabar wagen, bin ich völlig überwältigt von der feurigen Atmosphäre und dem Talent der Tänzer hier. Die Hauptstadt Mexikos kann meiner Meinung nach sogar mit Santiago de Cuba mithalten. Nach ein paar Stunden in der Mambo Rumba Bar, in der von Donnerstag bis Samstag eine Liveband spielt, ist man dann komplett nassgeschwitzt, da man dort pausenlos zum Tanzen aufgefordert wird. Abgesehen von der Mambo Rumba Bar, wird in Mexiko eher auf der Linie getanzt (Puerto Rican oder New York Style on 2). Fürs Kizombaherz hingegen bietet Mexiko praktisch nichts, nur ein paar wenige Nasen versuchen sich an dem afrikanischen Tanz, der in Europa gerade einen riesen Hype erlebt. Aktuelle Events findet man in der Facebookgruppe von Kizomba Mexiko.

Kommentare