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Puebla und Cholula

Wesentlich ruhiger und weniger metropol als in der Hauptstadt geht es in Puebla zu und her. Obwohl es die viertgrösste Stadt von Mexiko ist, fühlt man sich hier dann schon eher wie auf dem Land. Das erste Mal kommen wir Männer mit mexikanischen Hüten und Stiefeln entgegen und am Hauptplatz, auf dem Zocalo, wird traditionell getanzt. Hier sieht es schon eher so aus, wie ich mir Mexiko ursprünglich vorgestellt habe. Mexikanische Städte sind übrigens immer gleich aufgebaut sind. Im Zentrum befindet sich der Zocalo. An diesem Platz steht mindestens eine grosse Kirche und rundherum reihen sich diverse Cafés und Restaurants.

Im Zentrum von Puebla, bzw. in der Altstadt findet man sich zu Fuss bestens zurecht. Ideal für einen Tagesausflug oder in meinem Fall einem Halbtagesausflug eignet sich das nahe gelegene Städtchen Cholula. Die meisten Touristen besuchen dies via Zug für 50 Pesos pro Strecke. Ich entscheide mich aber für die 30-minütige Busfahrt, die nur 7.50 Pesos kostet. Da Cholula sehr klein ist, hat man die Strassen schnell abgeklappert und noch genug Zeit, zur Kirche, der Hauptattraktion von Cholula, hochzupilgern. Die Kirche wurde nämlich von den Spaniern auf einer aztekischen Pyramide erbaut. Der Hügel ist aber kaum als von Menschen erbaute Pyramide erkennbar. So oder so lohnt sich der kurze Aufstieg allemal. Von oben hat man nämlich einen bombastischen Blick auf Cholula selbst und bis nach Puebla und die umliegenden Berge.

Die oben erwähnte Kirche von Cholula, die auf einer Pyramide steht.

Leider ist mein Hostel (Gente de Mas) nicht ideal um Leute kennenzulernen. Etwas zögerlich setzte ich mich abends ganz alleine in eine Bar und bestelle ein Bier. Es geht nicht lange und schon habe ich neue Freunde kennengelernt, mit denen ich noch den ganzen Abend um die Häuser von Puebla ziehe. Wir landen in einer Bar, in der ich die einzige Touristin bin und in der gerade vier Gitarristen ein Konzert geben. Viva Mexiko – ich liebe es hier!

Mehr als zwei Nächte bleibe ich dann aber doch nicht hier, da man Puebla relativ schnell gesehen hat. Und schon geht’s mit dem Bus weiter und nach weniger als fünf Stunden bin ich in Oaxaca.

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