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Reisebericht Asunción 2018

Frühmorgens machen wir uns in Foz do Iguaçu auf dem Weg zur Grenze zu Paraguay. Direkt gegenüber vom Stadtbusbahnhof liegt der Haltestelle der ônibus internaconais (internatationale Stadtbusse, sprich die Busse ins benachbarte Ciudad del Este in Paraguay). Die Fahrt kostet R$6 oder Gs10000′ was beides knapp CHF 3 (€2,5) entspricht. Brasilianische und paraguayanische Staatsangehörige dürfen die Grenze ohne Passkontrolle überqueren. Wir allerdings mussten am Zoll aussteigen, ausstempeln, über die Brücke gehen, einstempeln und uns wieder einen Bus suchen, denn unserer war bereits weg. Schnell war ein Bus gefunden, der wiederum das Terminal, also den Busbahnhof von Ciudad del Este zum Ziel hatte und etwa 15 Minuten später waren wir auch schon da.

Die Busreise von Ciudad del Este in die Hauptstadt Asunción dauert mit ca. acht Stunden etwas länger als erhofft. Dort angekommen begegnen wir relativ schnell der Gastfreundschaft der Paraguayaner. Da wir nämlich keine Buskarte haben, um mit einem lokalen Bus vom Busbahnhof zum Hostel zu gelangen, lädt uns eine Passagierin einfach ein. In Asunción bleiben wir zwei Nächte und zwei Tage. Mehr Zeit braucht es aber auch wirklich nicht. Von der Stadt bleibt uns nichts speziell in Erinnerung. Immer gerne hingegen werden wir an die Herzlichkeit der Menschen hier zurückdenken. Auch in einer Bar wollten uns die Menschen gleich auf ein Bier einladen, da sie sich so freuten, dass einmal Touristen nach Paraguay kommen.

 

Bei der Weiterreise nach Argentinien kämpfen wir uns in grosser Hitze und mit unseren grossen Rucksäcken bepackt durch den Markt, erwischen die Rechtsabbiegung bei den chinesichen Spielwaren vorbei zur kleinen puente de amistad (Brücke der Freundschaft). Am ersten Stand sitzt der äusserst freundliche Zollbeamte Paraguays im Poloshirt und stempelt schnell den ersten Pass. Auf die Auusage hin, dass alle Paraguayer auf unserer Reise so nett waren, holt er zu einer Standpauke aus, holt eine Machete unter dem Tisch hervor, hackt sie in den Tisch, an dem er sitzt, und erklärt uns, warum die Paraguayer das Herz trotz aller Konquistadoren am rechten Fleck haben. Er lächelt und gibt uns den zweitem Pass zurück. Wir verpassen fast das nächste Fenster, hinter dem der argentinische Kollege sitzt, plaudern ein wenig mit dem und machen uns dann auf den Weg und sind nun in Argentinien. 

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