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Reisebericht Cameron Highlands in Malaysia

Wir sind direkt von Juara auf Tioman nach Kualu Terla in den Cameron Highlands gereist, was eine ziemlich lange Etappe war. Morgens früh um 06:00 sind wir vom Hostel los und waren abends um 23:30 dann in den Cameron Highlands. Busse von und nach Mersing fahren via den Kuala Lumpur TBS Busbahnhof, von wo man Anschluss nach Tana Ratah hat. Das ist quasi der Hauptort in den Cameron Highlands. Von da kann man ein Taxi nehmen in die umliegenden Dörfer, beispielsweise Kuala Terla. Falls man den letzten Bus ab Kuala Lumpur nach Tana Ratah um 17:30 Uhr verpasst, kann man alternativ auch nach Ipoh fahren und von dort ein Taxi in die Cameron Highlands nehmen (ca. 150 RM, Fahrtdauer rund 1,5 Stunden).

Übernachtung in Kuala Terla (Cameron Highlands)

Wir haben im Heahtitude Hostel in Kuala Terla übernachtet. Das Hostel ist ganz neu und der Besitzer äusserst nett, hilfsbereit und zuvorkommend. Das Frühstück ist einfach, aber die Küche ist verhältnismässig gut ausgestattet, sodass man sich sein Frühstück auch selbst etwas aufpeppen kann. Beim Laden gleich neben an bekommt Snacks, Getränke und auch Bustickets (bspw. direkt nach Penang, 35 RM, ca. 4 Stunden). 

Die Dörfer in den Cameron Highlands erinnerten mich irgendwie an China. Vielleicht liegt es an den (wenig Charm versprühenden Gebäuden), an den vielen chinesisch-stämmigen Leuten, an den Teeplantagen (die ich so aus der chinesisch-indischen Grenzregion kenne)? Vielleicht aus allen diesen Gründen. Vielleicht sind es auch ebendiese Gründe, warum es uns bis jetzt schwer fällt, die malayische Gesellschaft/Kultur einzuordnen. Irgendwie wurde ich auch in den Cameron Highlands den Gedanken nicht los, dass das heutige Malaysia eine Mischung aus China und Indien hinter malayischer Fassade ist. Selbst in einem Bergdorf isst man indisch oder chinesisch (vielleicht mit lokal-malayischen Einflüssen, welche aber für uns kaum erkennbar sind) und die Läden werden entweder von indisch- oder chinesisch-stämmigen Leuten, mit den jeweiligen Produkten, betrieben.

Teeplantagen-Wanderung

In die Cameron Highlands sind wir vor allem des Tees wegen gekommen. Erstaunt hat mich aber (auch schon bei der Anfahrt), dass die Gegend überzogen ist von abertausenden Gewächshäusern, die wohl ganz Malaysia mit Obst und Gemüse versorgen. So wurde aus unserer Tee- auch eine Erdbeer-Wanderung. Vom Heahtitude aus sind wir in Richtung Tanah Rata gelaufen und sind nach etwa 10 Minuten zum Cameron Valley Tea House gekommen. Da ist ein Laden, wo man verschiedene Teesorten trinken und natürlich auch kaufen kann (Achtung: der Grüntee ist aus China importiert). Direkt dahinter beginnt ein kleiner, aber schöner (aber steiler) Rundgang über die Teeplantagen. Da kann man auch Arbeiter bei der Ernte beobachten. Anschliessend haben wir auf der Strasse unten einen kleinen Pickup angehalten und sind mit dem bis Taman Trinkap gefahren. Da gibt es einerseits den Lavender Garden, andererseits auch eine Erdbeerfarm. Die hat sich allerdings als etwas mikrig herausgestellt. Um sie anschauen zu dürfen, muss man mithelfen Erdbeeren zu ernten. Dabei wird man auf Schritt und Tritt verfolgt und genau kontrolliert, dass man ja keine Erdbeere isst. Das halbe Kilo selbst geernteter Erdbeeren kostet dann 30 RM.

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