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Reisebericht Mexico City 2015

 Spontan sind wir nach Mexico City gereist, um dort Luca einen langjährigen Freund von uns und seine Freundin Pamela zu besuchen. Seit 5 Monaten lebt Luca bereits in Mexico City und hat sich mittlerweile ein solides Spanisch angeeignet. Sein Kollege Manuel und dessen Freundin Sol überliessen uns für 4 Tage ein Zimmer in ihrer gemütlichen Wohnung. Nachdem unser Flug schon Verspätung hatte, schien die Fluggesellschaft ¨Viva Aerobus¨ auch bei der Gepäckrückgabe keine Eile zu haben. Fast eine Stunde warteten wir vor dem Förderband auf unsere Rucksäcke. Für 5 Pesos pro Person fuhren wir mit der U-Bahn 45 Minuten durch die Stadt. Besonders interessant an der Fahrt mit der Metro waren die zahlreichen Verkäufer, die lautstark ihre äusserst preiswerten Güter verkaufen wollten (CD’s, Elektrorasierer, Kaugummis etc.). Im Gegensatz zu Hong Kong herrscht hier in der Metro keine sibirische Kälte sondern tropische Hitze. Bei der Station Insurjentes wurden wir von Pamela und Luca abgeholt.

Zehn Minuten Fussmarsch durch eine angenehme Gegend führten uns zur Wohnung von Sol und Manuel. Nach einem leckeren Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant freuten wir uns auf unser Bett.

Da unser Besuch sehr spontan war, hatten wir keine besonderen Ziele für Mexico City, wir überliessen das Tagesprogramm Pamela und Luca. Nach einem Frühstück mit sehr schmackhaftem Brot, Kaffee und einer noch schmackhafteren hausgemachten Konfitüre besuchten wir einen lokalen Markt von Jungdesignern. Einmal mehr war es schade, nicht bald nach Hause zu fahren. Wenn man weiss, dass man alles Gekaufte noch 4 Monate mit sich rumschleppt, wird man automatisch sparsam ;).

Anschliessend machten wir uns auf den Weg zu einem Event, der in dieser Art vermutlich nur ganz selten von Touristen erlebt wird. Wir besuchten ein k-IMAG4490Konzert, welches für einen jungen Mexikaner organisiert wurde, der vor 3 Jahren bei einem Raubüberfall angeschossen und schwer verletzt wurde. In einer Gegend ohne jegliche Sehenswürdigkeiten waren wir dann auch die einzigen Nicht- Mexikaner. Dennoch fühlten wir uns richtig wohl. Keine komischen Blicke sondern ein freundliches „Hola“ der anderen Besucher erwarteten uns in der kleinen Location. Live Musik und traditionelle Tänze mit viel Fussgestampfe sorgten für eine unglaubliche Unterhaltung bis zum frühen Abend. Sehr authentisch war auch der Besuch der Toilette. Pascal und Luca mussten eine Weile suchen, bis sie das „Pissoir“ fanden :). Nach Einbruch der Dunkelheit besuchten wir noch die schicke Gegend rund um den Zócalo. Nach dem Nachtessen waren wir erneut froh um unsere ortskundigen Freunde. Neben dieser Gegend liegt ein Viertel, das man als Tourist nicht betreten sollte. Man erkennt keine Veränderung der Gegend, weshalb es ratsam ist, sich vor einem Besuch dieser Stadt über solche Zonen zu informieren.

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Die nächsten Tage unternahmen wir nicht sonderbar viel. Wir flanierten durchs Quartier, besuchten einen lokalen Markt und kauften unglaublich günstige Lebensmittel ein. Besonders lustig fanden wir den Kauf von Chillis. Denn als wir nur 4 Schoten bestellten schaute uns die nette Dame etwas verdutzt an. Als wir nach dem Preis fragten zögerte sie etwas und sagte dann 1 Peso. Vermutlich ist das der kleinste Betrag, der auf dem Markt gehandelt wird. Hätte sie den Preis solcher Chilis in der Schweiz gekannt, hätte sie uns vermutlich nicht so mittleidig angeschaut ;).

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Mit diesen Einkäufen organisierten wir am letzten Abend für unsere Gastgeber ein Abendessen. Auf der Dachterrasse grillten wir das Fleisch vom Markt und zauberten mit dem Gemüse einige Beilagen. Wir hatten definitiv schon besser gekocht, aber Sol und Manu waren grosszügig und wir genossen die tolle Stimmung. Zusammen mit Pamela und Luca stiessen wir auf einen tollen letzten Abend in dieser riesigen Stadt an. Es gibt so viel was man hier unternehmen kann und wir hatten nur einen kleinen Teil davon abgehackt. Aber wir haben so viele tolle Dinge erlebt, welche wir ohne unsere Freunde auf jeden Fall verpasst hätten. Diese Menge an authentischen kulturellen Erlebnisse waren für uns unglaublich interessant. Vielen Dank an euch alle für die tollen Tage 🙂

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Am nächsten Morgen wurden wir zum letzten Mal von dem laut schreienden ¨Gaaaaas-Mann¨ geweckt, der bereits um ca. 7 Uhr in der Früh die erste Runde dreht und Gas zu verkaufen versucht. Wir verabschiedeten uns von unseren Freunden, mit denen wir 4 aussergewöhnliche Tage in Mexico City verbrachten und fuhren mit der U-Bahn für 5 Pesos pro Person zurück zum Flughafen.

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