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Reisebericht Nasca 2011

140 km südlich von Ica taucht Nasca aus dem Wüstenboden auf. „Spannend“ ist auf der rund 3-stündigen Busfahrt einzig, wie viel Abfall beidseits der Strasse gelagert wurde und in welch erbärmlichen Verhältnissen die Leute hier leben. Scheinbar irgendwie ans karge Wüstenklima angepasst, haben es die Menschen es geschafft, sich eine Lebensgrundlage zu erarbeiten. Mit Snacks, Sandwiches, Süssigkeiten, Früchten, etc., die sie am Strassenrand, sowie auch im Bus verkaufen, verdienen sie noch was obendrauf. Bushaltestellen gibt es hier keine, wer aussteigen will schreit. Und wenn ein Bus dann, scheinbar mitten in der Wüste hält, ist auch schon wieder eine Verkäuferin zugestiegen (sehr zu meiner Freude, wie hungrig ich immer bin und wie gerne ich fremdes Essen probiere, muss ich ja niemandem erklären).

Das Highlight war der Flug über die weltberühmten Linien von Nasca. Nachdem wir etwas lange haben warten müssen, weil das Wetter anscheinend nicht gut genug war (trotz strahlend blauem Himmel…) sind wir zu diesem halbstündigen Flug gestartet. Etwas teuer, aber absolut lohnenswert. Niemand weiss mit hundertprozentiger Sicherheit, woher die Linien stammen resp. wer, und vor allem warum, sie in den Wüstenboden gekratzt hat. Auf jeden Fall sind die ziemlich abstrakt gehaltenen Figuren von Tieren oder Menschen (oder Teilen davon) aus der Luft wunderschön zu betrachten. Als wäre das nicht genug, ist die Landschaft an sich schon prächtig, vor allem an einem schönen Tag wie heute. Das karge Wüstenlandschaftsbild mit Grün der Oasen – fantastisch.

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