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Recife

Unsere Weltreise beginnt am 23. Dezember 2018 in Recife, Brasilien. Es ist der 30. Geburtstag von Tobi. Der perfekte Tag also, um mit dem Rucksack loszuziehen. Und zwar so weit in den Westen, bis wir irgendwann aus dem Osten wieder zurückkehren. Wann genau das sein wird, wissen wir noch nicht. Allerspätestens am 1. Juli müssen wir aber zurück sein, da Tobis unbezahlter Urlaub dann zu Ende geht. Lange haben wir für diese Reise gespart und nun geht unser lang ersehnter Traum in Erfüllung.

Für Recife haben wir uns aus folgenden Gründen entschieden:
– Brasilien bietet die günstigsten Flugverbindungen für Südamerika aus Europa an
– wir haben Freunde aus Brasilien
– der Zeitunterschied beträgt nur vier Stunden und die Verbindung über Lissabon ist sehr angenehm
– wir wollen unsere Reise mit einem Strandort beginnen, um ein bisschen auszuruhen
– Caipirinhas… -> sollte das nicht eigentlich an erster Stelle dieser Liste stehen?

Die Caipirinhas kamen dann natürlich auch nicht zu kurz, egal ob am Strand oder in einer Bar, sie schmeckten uns immer. Im Stadtteil Boa Viagem waren wir bestens aufgehoben, wo sich der kilometerlange Sandstrand befindet. Obwohl man wegen den Haien eigentlich nicht schwimmen sollte oder mindestens nicht weit hinaus darf, sind hier täglich hunderte von feierlustigen Brasilianern in den Sonnenliegen anzutreffen. Den ganzen Tag über wird hier Bier, Kokosnusswasser oder eben Caipirinhas getrunken. Fliegende Händler verkaufen aber nicht nur Getränke. Von Acai-Bowls über Grillkäse bis zu frischen Austern und Crevetten gibt es hier alles. Der brasilianische Ballermann sozusagen, nur irgendwie für uns viel sympathischer als das deutsche – äh spanische Pendant. Der Strand von Boa Viagem ist auch das eigentliche Highlight von Recife. Die Stadt selbst bietet nicht viel. Ein Tag reicht völlig aus, um das Stadtzentrum und den Nachbarort Olinda mit den farbigen, kolonialen Bauten zu erkunden.

Ebenfalls sympathisch fanden wir es, dass uns während vier Tagen in Recife keine einzige Person auf Englisch angesprochen hat. Wir haben ausschliesslich portugiesisch gesprochen bzw. versucht zu antworten. Mit unserem Spanisch und ein paar abgeänderten Buchstaben („isch“ statt „s“ oder „ao“ anhängen) klappt es in den meisten Fällen auch.

Da wir Brasilien aber bereits vor ein paar Jahren bereist haben, halten wir uns hier nicht einmal eine ganze Woche auf. Es wird aber wohl kaum unsere letzte Brasilienreise bleiben. Das Land und vor allem die hilfsbereiten und freundlichen Leute haben erneut unser Herz gewonnen. Über Iguazu geht es nun weiter nach Paraguay.

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