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Westaustralien Roadtrip

Unsere Idee war, aufgrund des nicht sehr dichten Netzes im öffentlichen Verkehr in Australien, in Perth ein Auto zu mieten und die Gegend während einer Woche nach unserem Geschmack und in unserem Tempo zu erkunden. In Neuseeland noch hatten wir uns ein Zelt und zwei Campingmatten gekauft, um in Australien ausserhalb der Städte flexibel übernachten zu können, wo wir wollten. So viel vorweg, der Plan ging super gut auf. Eine grosse Hilfe dabei ist die App Campers Mate. Die kann man gratis herunterladen und enthält eine Karte, auf der mittels Suchfunktion oder nach Kategorien alles Nötige in der Nähe anzeigt. Toiletten, Supermärkte, Tankstellen, Campingplätze, Geldautomaten, und so weiter. Viele Campingplätze sind darauf auch bewertet (wie bei Tripadvisor) und es hat Angaben zu Preisen und Ausstattung, sodass wir gut abschätzen konnten, was uns erwartet resp. was wir genau suchten.

Wir nahmen uns ein preiswertes Mietauto, das zwar sehr klein war, aber genügend Platz für uns und unsere Rucksäcke hatte. Viele andere bevorzugen hohe, kräftige SUV, mit denen man auch am Strand fahren kann. Da dies aber für uns nicht wichtig ist und selbst die Nebenstrassen fast alle geteert und in sehr gutem Zustand sind, waren wir mit unserem Kia Rio zufrieden. Nach dem eher schwerfälligen Campervan in Neuseeland fühlte sich der sowieso wie ein Ferrari an…

Pinnecle Desert

Wir entschieden uns, die Runde durch Südwestaustralien quasi im Uhrzeigersinn zu fahren, mit einem kleinen Abstecher noch rund 200km nach Norden (von Perth aus), um uns Pinnecle Desert anzusehen. Das sonst Steine, die aufgereichtet in der sandigen Landschaft stehen, die man auf einem Rundkurs aus dem Auto betrachten kann, oder auch zu Fuss auf dem Wanderweg. Eintritt pro Auto: AUD$ 12.

Wir übernachteten schliesslich auf dem Campingplatz in Lancelin, der eigentlich ganz nett war. Vom Ort selbst hatten wir uns jedoch etwas (viel) mehr erhofft. Mehr als ein Dorfladen war da nicht. Auch der Strand war nicht schön und zudem stank es nach Fisch und verrottetem Seetang. Unsere Empfehlung: geht da nicht hin!

Wave Rock

Vor unserer Reise nach Australien hatte ich noch nie etwas vom Wave Rock gehört. Sowieso sind die Sehenswürdigkeiten in Westaustralien viel weniger bekannt als diejenigen an der Ostküste. Der Wave Rock ist (wie es der Name sagt) ein grosser Fels, der auf einer Seite die Form einer grossen Welle aufweist. Von der anderen Seite betrachtet ist der Fels ein «kleiner Ayers Rock», also so etwas wie eine Mini-Variante des Wahrzeichen von Australien. Der einzige Campingplatz in der Gegend liegt direkt am Fusse des Fels›. Wer dort übernachtet erhält den Eintritt zum Fels für AUD$ 12 umsonst.

Denmark

Wir haben gehört und gelesen, dass sich in Esperance die Kängurus direkt am Strand beobachten lassen. Allerdinges entschieden wir uns, die zusätzlichen 400 km hin und knapp 500 km zurück nicht zu fahren, stattdessen fuhren wir direkt an die Südküste, Richtung Albany, und fanden einen wunderbaren Campingplatz in der Nähe von Denmark, auf dem sich zu unserer Überraschung unzählige Kängurus aufhielten. Rund um Wohnwagen und Zelte hoppelten sie herum und liessen sich von nichts und niemandem stören. Der Ocean Beach Holiday Park ist auf jeden Fall empfehlenswert. Die Preise für eine Übernachtung auf einem Stellplatz ohne Stromanschluss kostet jeweils rund AUD$ 30.

Margarete River

Wir wollten in den nächsten Tagen etwas weniger fahren und entschieden uns daher, gleich nochmals ein längeres Stück zu fahren, direkt nach Margaret River. Auf dem Weg dahin (in der Nähe von Pemberton) hielten wir auf einem Weingut, das biologischen Wein und Cider herstellt. Der Sauvignon Blanc der Mountford Kellerei hat uns gut geschmeckt und darum haben wir auch gleich zwei Flaschen davon mitgenommen.

Margaret River selbst ist ein lebendiges Städtchen, in dem wir (wie so oft) tankten und einkauften und uns anschliessend einen Campingplatz suchten. Am Strand von Prevelly waren wir im Caravan Park, keine Gehminute vom wunderschönen Strand entfernt.

Busselton

Wir fuhren immer weiter Richtung Norden, in Richtung unseres Endziels Perth. Der erste Stop war Yellingup, wo es einen sehr schönen Surferstrand gibt. Nur leider war es nie wirklich heiss, um lange und entspannt in der Sonne zu liegen. Darum fuhren wir weiter zum Cape Naturaliste, um da eine kurze Wanderung zu machen. Problem hier: unendlich viele unangenehme Insekten. An diesem Kap kann man jedoch im europäischen Herbst Blau,- Buckel und Südliche Glattwale beobachten. Danach ging es weiter nach Dunsborough und schliesslich haben wir uns für diese Nacht das preiswerte Camp Grace in Busselton für AUD$ 18 ausgesucht. Unser Zelt konnten wir direkt am Meer aufstellen.

Bunbury

In Bunbury gibt es einen – typisch für Australien – wunderschön hergerichteten Strand, mit Kinderspielplatz im Hintergrund und Duschen und Grillstellen. Den Tag haben wir grösstenteils am Strand verbracht, da die Fahrten zwischen den Orten nun merklich kürzer wurden. Übernachtet haben wir im Discovery Park, der wiederum keine Gehminute vom Strand entfernt liegt. Da der Park ausserdem nahe an der Innenstadt liegt, haben wir uns abends noch auf einen Spaziergang ins Zentrum gemacht und das eine oder andere lokale Craftbier probiert. Die Craftbier-Szene scheint uns in Australien noch nicht so gross wie wir das in Neuseeland gesehen hatten, allerdings wird man auch hier nie enttäuscht, egal was man am Zapfhahn wählt…

Fremantle

Unsere letzte Nacht in Westaustralien verbrachten wir im Framantle Village. Der Campingplatz liegt nahe der Innenstadt, allerdings nicht so nahe, dass man laufen könnte. Wir haben uns die Water-Front-Promenade und die Sehenswürdigkeiten im Zentrum angesehen, bevor wir dann am nächsten Tag unsere sieben Sachen gepackt, das Auto in Perth abgegeben und uns auf den Weg nach Adelaide gemacht haben.

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