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Honolulu

Die Anreise nach Honolulu war eine etwas nervenaufreibende Angelegenheit. In Christchurch am Flughafen beim Check-in spuckt der Self-Check-in Automat eine Fehlermeldung aus, ich solle mich an den Service Desk wenden. Dort heisst es, einfach beim normalen Check-in anstehen. Ok. Eigentlich wollte ich Zeit sparen, jetzt habe ich sie verloren. Es ist 07.15 Uhr, mein Flug geht in 50 min. Also wartete ich in der Schlange und als ich an der Reihe war, hat die gute Frau dort etwa 5 Minuten lang auf ihrer Tastatur herumgehackt bis sie davon lief und etwas von „problem; I’ll be back“ murmelte. Es war längst halb acht gewesen und ich wartete. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam sie zurück, sagte das System für Check-ins für US-Flüge sei kaputt. Ok. Sie nimmt meinen Pass und geht noch mal auf die Suche, ob sie irgendwo im diesem Flughafen eine Bordkarte für mich findet. Es ist mittlerweile 07.45 Uhr als ich mich wieder achtete, aber meine freundliche Air New Zealand Dame ist nicht zu sehen. Nach einigen Minuten kommt sie zurück mit der schlechten Nachricht, dass sie mich nicht nach Honolulu durchchecken kann, was sie aber tun könne ist, mich nach Auckland einzuchecken und ich müsse dann dort Gepäck holen und selbst nochmals einchecken. Alles klar, einfach vorwärts machen, Abflug ist in neun Minuten. Danke.

Planmässige Zeit mit durchgechecktem Gepäck in Auckland, 1.5 Stunden. Wegen dem sehr starken Gegenwind sind wir einige Minuten verspätet gelandet in Auckland. Eine Familie, die im gleichen Flug von CHC kam, machte sich schon Sorgen, da auf ihrer Bordkarte für HNL (wieso sie sie hatten und ich nicht weiss ich nicht) stand um 09.30 Uhr sei Boarding. Um diese Zeit waren wir noch nicht mal gelandet; easy, Abflug ist um 11.00Uhr. Ich sagte ihnen, das wird schon klappen, sie müssen nur noch das Terminal wechseln. Das haben wir dann auch, nachdem ich den einzigen mehr oder weniger uniformierten Herrn weit und breit fragte welcher Bus zum International Terminal gehe. Die Nummer 68. Offensichtlich.

Es ist 10 Uhr geworden als ich in der überfüllten Check-in Halle von Air NZ ankam. Nochmals habe ich einem Automaten eine Chance gegeben, der war aber auch „unable“ mich einzuchecken.

Jetzt gab es nur noch eine Möglichkeit für mich und ich versuchte mein Glück in der Premium Lounge. Die Dame fragte mich wo hin es geht, ich sagte „Honolulu“, gab ihr meinen Pass und sie verliess die Lounge wortlos. Ca. um halb elf kam sie zurück, gab mir meine Boardkarte, klatschte den Priority-Sticker an den Rucksack, begleitete mich zum Lift und wünschte mir guten Flug. Als sich die Tür öffnete waren da ein extra Ausreiseschalter für Businessgäste und eine separate Gepäckkontrolle, sodass ich meinen Flug noch gemütlich erreichte.

In Honululu angekommen fühlte ich mich erst einmal ziemlich kraftlos, irgendwie etwas verbraucht von drei Monaten herumreisen. Ich bin es dann auch sehr langsam angegangen, habe eine Woche in der Jugi am Waikiki Beach viel geschlafen und habe mich ausgeruht. Einige zaghafte Versuche auf dem Surfbrett habe ich über mich ergehen lassen um festzustellen, dass das Ganze nicht so mein Ding ist.

Der ganze Hawaiiaufenthalt stand von Anfang an unter dem Motto „Ferien vom Reisen“, wenn andere den letzten Winkel der Insel auskundschaften, schlafe ich. Das kann ich hier ohne schlechtes Gewissen, zumindest Oahu hat mich überhaupt nicht begeistert. Etwas militärisches Sperrgebiet, einige bekannte Strände, eine grosse Stadt und ziemlich viel tropischer Wald. Ja es ist schön hier, aber ich kann mich halten.

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