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Reisebericht Yogyakarta 2014

Yogyakarta

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Da wir nichts Spannendes über Jakarta gelesen haben und wir von anderen Reisenden nur Horrorgeschichten hörten, flogen wir direkt nach Yogyakarta. Auch dies ist eine weitere asiatische Grossstadt, welche unserer Meinung nach nicht besonders schön ist. Hier interessierte uns in erster Linie der riesige Buddhistische Tempel „Borobudur“. Dieser ist aufgrund seiner Grösse und der schönen Lage sehr beeindruckend. Der Preis von 220‘000 Rupiah (ca.16 CHF) fanden wir aber zu teuer. Ausserdem hatten wir langsam wirklich genug Tempeln gesehen, denn die Ähnlichkeiten sind jeweils gross. Deshalb beschlossen wir, den anderen berühmten Tempel, Prambanan, nicht auch noch zu besichtigen. Indonesische Touristen versüssten unseren Aufenthalt beim Borobudur, indem eine kleine Gruppe von ihnen uns um ein Foto bat. Andere bemerkten dies und baten uns auch zögerlich darum. Somit folgte ein weiteres Fotoshooting mit vielen glücklichen Indonesiern :). Echt toll wie fröhlich und aufgeregt sie dabei waren. Offenbar waren es Touristen aus Teilen Indonesiens, wo westliche Besucher seltener sind als hier in Yogyakarta.

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Ganz oben auf der To Do Liste in Yogyakarta stand ausserdem die Verlängerung unseres Visums. Bis zum Ablaufdatum hatten wir zwar noch zwei Wochen Zeit. Wir wollten dies jedoch ausreichend früh erledigen, unter anderem da sich in dieser Stadt ein Immigrations Office befand. Diese Aufgabe entwickelte sich jedoch um einiges Schwieriger als vorgestellt und verlängerte unseren Aufenthalt in dieser Stadt um weitere zwei Tage. Als harmlose Touristen in anständigen Shorts, T-Shirt und Flipflop betraten wir das Amt. Das erforderliche Formular wurde uns mit wenigen Worte zum Ausfüllen gegeben, Kugelschreiber musste man selber mitbringen. Eine Stunde später und endlich an der Reihe sank die Laune rapide. Anstelle eines kurzen „Hallo“ schnaubte uns der Beamte an, dass er unsere Formulare anschaut und bestätigt, wenn wir anständig angezogen wiederkämen. Ausserdem wies er uns darauf hin, das Formular mit schwarzer Tinte auszufüllen, sonst würde es nicht akzeptiert werden. Teils amüsiert darüber, leichtsinnig in unserem legeren Aufzug das Immigrations Office betreten zu haben aber dennoch auch verärgert, machten wir uns auf unsere 1 stündige Heimfahrt. Frisch herausgeputzt in unseren schicksten Klamotten mit dem Formular in schwarzer Tinte ausgefüllt, unternahmen wir am nächsten Tag einen zweiten Versuch. Dieses Mal dauerte das Gespräch sogar zwei Minuten. Wobei ein Grossteil mit Protestieren und Diskutieren verstrich. Denn sie wollten den Ausreiseflug von Indonesien vorgelegt haben. Diesen hatten und wollten wir jedoch noch nicht buchen, da wir ihn noch nicht festlegen wollten. Unser Flugticket von Singapur nach Australien innerhalb der Verlängerungsfrist reichte offenbar nicht als Beweis, dass wir Indonesien wieder verlassen werden. Bisher hatten solche Weiterflüge noch in jedem Land für den Visumsprozess gereicht. Alles Streiten nützte nichts und wir verliessen wütend und frustriert das Gebäude. Im Nachhinein hätten wir wohl wie die meisten anderen Touristen einfach den günstigsten Flug aus Indonesien buchen sollen, auch wenn dieser dann nie angetreten wird.

Auf diesen Frust gönnte sich Pascal einen Cappuccino und Damaris den speziellen „Kopi Luwak“. Dieser spezielle KaffeeP1100870 kostete fast 10 CHF, was in Indonesien ein kleines Vermögen ist. Das spezielle bei diesem Kaffee ist, dass die Kaffeebohnen von Schleichkatzen ausgeschieden wurden. Die Tiere sind wählerisch und suchen sich auf den Plantagen nur die besten reifen Kaffefrüchte aus. Die Kaffeebohnen werden unverdaut ausgeschieden, (hoffentlich) gewaschen und als Delikatesse verkauft. Der Kaffee war tatsächlich ausgesprochen aromatisch und schmeckte vorzüglich. Auch die Zubereitung vor unseren Augen war einzigartig und ein Erlebnis.

In Yogyakarta besuchten wir noch den Kraton, den Palast des Sultans von Yogyakarta. Der Eintritt ist mit 12‘500 Rupiah (ca. 1 CHF) sehr günstig, dennoch fanden wir den Besuch des Kratons P1100845nicht lohnenswert. Wer einen ansehnlichen Palast erwartet, wird endtäuscht. Vielmehr kann man sich einzelne Ausstellungen anschauen, welche für uns nicht interessant waren. Einiges lohnenswerter war die Besichtigung einer kleinen Werkstatt, in der javanische „Schattenspiel- Figuren“ von Hand hergestellt werden. Der Eintritt in die kleine Werkstatt ist im Ticket für den Kraton inbegriffen. Die Grundform der Figur wird aus dünnem Rindsleder ausgeschnitten. Während zwei Tagen werden diese bearbeitet indem Muster und Konturen hineingehämmert werden. Die bunte, detaillierte Bemalung beansprucht weitere 2-3 Tage. Dabei haben Farbe und Muster eine religiöse Bedeutung. Die fertigen Figuren wirken etwas grimmig, aber dennoch sehr schön. Nachdem ein Mann uns alles liebevoll und umfassend erklärt hatte, gab es natürlich auch noch die Gelegenheit solche Figuren zu kaufen. Dies unterliessen wir, einerseits aus Platzgründen in unserem Gepäck, anderseits wollten wir später keine davon im Wohnzimmer stehen haben. Am Abend hiess es erneut Rucksackpacken, denn eine aufregende dreitägige Vulkantour zum den Vukanen Bromo und Ijen bis nach Bali stand bevor.

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