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Reisebericht Ubud 2014

Ubud

Dank dem privaten Fahrzeug, konnten wir uns zu verschiedenen Unterkünften fahren lassen. Nachdem beide von uns recherchierten Hotels zu teuer waren (trotz neben Saison liess sich für die Buchung von 3 Zimmern kein Rabatt aushandeln), machten wir uns zu Fuss auf die Suche nach einer preiswerten Bleibe. Wir beide fanden Unterschlupf bei einer lieben Familie. Unser geräumiges Zimmer war eine kleine, aus Marmor bestehende Villa, die ein Teil eines Familientempels war. Da sie nur noch ein Zimmer zur Verfügung hatten, liessen sich die anderen drei in einem Guesthouse ganz in der Nähe nieder. Am Abend flanierten wir durch die engen Gassen von Ubut und erfreuten uns an dessen schönen und teilweise auch historischen Gebäuden. Da unsere Visaverlängerung in Yoyakarta nicht geklappt hatte und wir liebend gern die geplanten 6 Wochen in diesem schönen Land verbringen wollten, kümmerten wir uns noch am selben Abend darum. Dazu besuchten wir ein Reisebüro, welches sich auch um Visaverlängerungen kümmert. Eine Verlängerung auf diese Weise ist zwar teurer aber wir wollten nicht noch mehr Zeit mit scheiternden Verlängerungsanträgen verlieren. Die kürzlich verschärften Bedingungen verdarben uns jedoch den Spass. Auch bei der Einholung über die Argentur muss man neuerdings persönlich zu einem Termin beim Imigrationoffice in Denpasar vorbei, um Fingerabdrücke machen zu lassen. Bei der Einholung auf eigene Faust muss man sogar zwei Besuche einzuplanen. Langsam wurde es uns zu blöd. Wir hatten schon genug Zeit, Geduld und Geld in den Versuch zur Visaverlängerung investiert. Etwas wehmütig entschlossen wir uns, die letzten Tage in Indonesien zu geniessen und am Ablaufdatum 23.12.14 das Land zu verlassen. Besonders schade fanden wir es, dass wir neben den Inseln Flores und Lombok die Riesenechsen auf den Komodoinseln nicht sehen würden. In einem sehr guten Restaurant liessen wir dann den nicht zu erfreulichen Abend ausklingen und beschlossen bereits, in naher Zukunft wieder nach Indonesien zurückzukehren. Für alle Reisenden, welche mehr als 4 Wochen in Indonesien bleiben wollen, empfehlen wir, das Visum vor Reiseantritt bei einer Indonesischen Botschaft zu beantragen!

 

Am nächsten Morgen wurden wir von einem regelmässigen Klopfgeräusch geweckt. Als einer der Gastfamilie bemerkte, dass wir aufgestanden sind, holte uns zu ihnen. Die ganze Familie -samt Kinder und Grosseltern- waren damit beschäftigt, für das morgige Fest die Mahlzeit vorzubereiten.P1110637 Dabei hatte jeder seine Arbeit. Der Vater klopfte in einem kollosalen Mörser Fleischstücke zu einem Brei. Die Mutter schnitt Gemüse und mischte die Zutaten zusammen. Andere sortierten Bananenblätter oder bereiteten Opfergaben vor. Beim jährlichen Galungan Fest wird der Triumph der Götter über das Böse und indirekt die Verbreitung des Hinduismus auf Bali gefeiert. Der Tag vor dem Fest ist bereits ein Feiertag und die Familien sind damit beschäftigt, alle Vorbereitungen für den nächsten Tag zu treffen. Nach dem Galungan gibt es einen zusätzlichen Feiertag, bei dem weitere Familienmitglieder besucht werden. Es war ein schöner Anblick wie die ganze Familie zusammenarbeiteten und wir staunten über den grossen Aufwand. Wir konnten mehrere der traditionellen Speisen versuchen. Alles schmeckte sehr gut, war jedoch definitiv zu scharf für uns. Wir vertragen zwar eine ordentliche Schärfe, aber diese Gerichte waren eindeutig für einen einheimischen Gaumen bestimmt ;). Damaris hatte ihre Mühe, das liebevoll zerklopfte rohe Fleisch zu essen :). Pascal übernahm ihren Anteil und kämpfte danach mit der einen oder anderen Schweissperle und einem feurigen Mund. Nach diesen sehr interesanten Erlebnissen genossen wir auf der Terrasse unserer Villa die leckeren frisch zubereiteten Bananencrepes, Fruchtsalat und Kaffee. Unglaublich dass wir für diesen Luxus weniger als 20 CHF (220’000 Rupiah) pro Nacht bezahlten.

Danach mieteten wir uns ein Fahrrad und erkundeten das süsse Städtchen. Es besteht hauptsächlich aus vielen gemütlichen P1110711Restaurants, Läden und einigen kleinen Tempeln. Es herrschte eine tolle und angenehme Stimmung. Überall konnten wir Einheimische beobachten, wie sie ihre Opfergaben fleissig verteilten. Sogar einige Motorroller wurden mit Blumengestecken geschmückt. Am besten gefielen uns die riesigen blumenverzierten Bambus-dekorationen, welche fast jeden Hauseingang schmückten. Den einzigen negativen Punkt gibt es für die fehlende Fussgängerzone. In jeder noch so kleinen Gasse fahren Autos und Motorräder. Wir befinden uns eben in Indonesien und die Motorräder gehören zum Erscheinungsbild jeder Stadt und jedes Dorfes. An den erhöhten Lärmpegel und das ständige Aufpassen vor den Fahrzeugen hatten wir uns mittlerweile gewöhnt.

Zum Mittagessen waren wir mit den drei Franzosen im Restaurant ¨The Elefant¨ verabretet. Wir verbrachten dort schon den halben Morgen mit planen, wo wir unsere Weihnachtstage verbringen möchten und können. Philipinen, Malediven, Seychellen standen hoch im Kurs. Unterkunft und Flug waren über die Feiertge jedoch ziemlich überteuert. Ausserdem erschien es uns mässig sinnvoll, irgendwo hinzufliegen, wo man von der Schweiz für ähnlich viel Geld hinkommt. Die Idee kam auf, nochmals nach Thailand zurückzukehren. Für Koh Phangan und die Inseln im westlichen Thailand hatten wir bei unserem Besuch im September leider keine Zeit gehabt. Eine Anreise über Bangkok wäre zudem einfach und günstig. Zu einem wirklichen Enschluss kamen wir jedoch noch nicht. Das Restaurant hat eine super Bewertung auf Tripadvisor und wurde uns empfohlen. Die Location war gemütlich und schön, jedoch fehlte uns der angeblich so schöne Blick auf die Reisfelder. Unterhalb von dem Restaurant gibt es noch einen Pool, den man gegen Bezahlung benutzen kann. Dieser machte einen ganz gepflegten Eindruck, wir verzichteten jedoch auf die erfrischende Abkühlung. Damaris war mit ihrem Ratatoille und Couscous sehr zufrieden. Die restlichen vier Personen waren von ihren Speisen nur mässig überzeugt. Für den verhältnismässig hohen Preis waren die Portionen zu klein und das Essen nichts Besonderes. Um dort einen Kaffee oder ein Bier zu geniessen ist es ganz schön, aber zum Essen würden wir nicht mehr hin gehen.

Nach dem selben leckeren Frühstück wie am vergangen Morgen, waren wir riesig gespannt auf das den hinudistische Feiertag. Jedoch bekam man davon recht wenig mit, es gab nicht wie erwartet viele Leute auf der Strasse die musizierten, tanzten und festeten. Am Nachmittag begegneten wir zwei Kindergruppen die zusammen trommelten, verkleidet waren und auf der Strasse tanzten. Wir wurden aufgeklärt, dass es nicht wirklich ein öffentliches Fest sonder vielmehr ein Familienfest ist, bei dem sie einen grossen Teil vom Tag in Tempeln verbringen, um dort zu beten, Opfergaben verteilen und dazwischen geminsam speisen und zusammen Zeit verbringen.

Gegen Mittag besuchten wir den ¨Sacred Monkey Forest¨. Der Park besteht aus einem Wald der fussgängerfreudlich und schön gestaltet wurde. Sogar ein Tempel und ein kleiner Bach befinden sich in der tropischen Landschaft. Im Park leben zahlreiche Affen, die frei herumspringen und somit aus nächste Nähe betrachtet werden können. Einige klettern auf den BäumeP1110811n herum, andere befinden sich auf dem Weg und spielen oder streiten miteinander. Es wird jodch auch gewarnt, dass manche sehr frech sind und einem die Sonnenbrille vom Kopf reissen oder etwas aus der Tasche stibizen. Auch gibt es ganz neugierige Affen die an einem hochklettern:). Wir waren erstaunt darüber, dass sogar ganz junge Äffchen so zutraulich waren. Es war ein tolles Erlenis, welches wir für den Eintrittspreis von 30.000 Rp (ca. 2.50 CHF) auf jeden Fall empfehlen können. Vorsicht beim Körperkontakt mit den Tieren, es gibt nicht selten Bissverletzungen. Einige Einheimische locken für ein kleines Trinkgeld Affen auf den Arm von Touristen. Vielleicht ist das Risiko, gebissen zu werden, in diesem Fall geringer ;).

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Danach investierten wir ein weiteres Mal viel Zeit, um einen tollen Ort für die Weihnachtstage zu finden. Jedoch bliben wir noch unschlüssig. Direkt neben diesem Monkey Forrest befindet sich das „Tropical View Cafe“, das einen super Ausblick auf ein grosses Reisfeld mit Palmen bietet. Dieser wurde mit einem wunderschönen Sonnenuntergang getopt und verleit eine romantische Stimmung :). Danach machten wir uns auf den Weg zu unserem Abendprogramm, einer traditionellen ¨Balinesischen Tanzvorführung¨, was in Ubut eine beliebte Touristenatraktion ist. Täglich werden von mehreren profesionellen Tanzgruppen an verschiedenen Locations Vorstellungen angeboten. Aufgrund weniger Touristen fand heute nur eine statt, was uns die Auswahl erleichterte. Die Show überraschte uns sehr und wir genossen die tolle Vorführung. Es lohnt sich auf jeden Fall, etwas mehr Geld auszugeben und dafür hier in Ubud eine der qualitativ hochwertigen und zurecht berühmten Shows anzusehen.

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Danach trafen wir unsere französischen Freunde noch auf einen letzten gemeinsamen Drink. Ubut fanden wir ein gemütliches Städtchen, in welchem man ruhig 2-3 Tage verbringen kann. In der Umgebung gibt es zahlreiche lohnenswerte Sehenswürdigkeiten. Schade war, dass wir soviel Zeit damit verbringen mussten, uns um die Visaverlängerung und unsere Weiterreise zu kümmern und dadurch den Aufenhalt nicht vollständig geniessen konnten.

Zurück in der Unterkunft buchten wir noch einen Flug nach Krabbi, womit die Weiterreise zurück nach Thailand beschlossen war ;).

Vorher stand jedoch noch ein Trip in den Süden von Bali an. Damit wir mehr von der Insel zu sehen kriegen, buchten wir eine Rundfahrt mit einem privaten Fahrzeug zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten und der Endstation Seminiak (700’000 Rupiah, ca. 55 CHF). Das ist natürlich nicht die günstigste Variante, um von Ubud nach Seminiak zu gelangen, aber wir wollten unbedingt noch einige Orte besuchen. Da wir nicht mehr viel Zeit zur Verfügung hatten, gönnten wir uns diese äusserst effiziente Inselrundfahrt. Das Geld war auf jeden Fall sehr gut investiert und wir lernten, dass die Insel Bali aus guten Gründen weltbekannt ist ;). Die Highlights dieses Trips gibt es im nächsten Bericht.

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