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Reisebericht Phu Quoc 2014

Phu Quoc

Phu Qouc ist die grösste Insel Vietnams und zählt ca. 70‘000 Einwohner. Der Insel steht aus touristischer Sicht eine rosige Zukunft bevor. Zum neu eröffneten internationalen Flughafen gibt es bereits Verbindungen aus verschiedenen Grossstädten und überall auf der Insel werden Hotels und neue Strassen gebaut. Wir fanden es eine gute Idee, diese Insel zu besuchen, bevor sie von zahllosen Touristen überrannt wird.

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Nach einer angenehmen Bootsfahrt erreichten wir innerhalb weniger als zwei Stunden den Hafen von Phu Quoc. Dort wartete bereits ein Auto unseres Hotels auf uns. Dessen Fahrer und seine Begleitperson hielten uns auf dem kurzen Weg von der Fähre bis zum Auto sogar einen Schirm als Schutz vor der Sonne über den Kopf, was für eine abwechslungsreiche Erfahrung sorgte. Das Famiana Resorts war nicht die Klasse von Hotel, welche wir auf unserer Reise normalerweise buchten. Damaris hatte Pascal zu seinem 26. Geburtstag den Aufenthalt in dieser edlen Unterkunft geschenkt.

Beim Betreten unseres Zimmers staunten wir nicht schlecht, denn es übertrP1060701af unsere bereits hohen Erwartungen. Das Bett war himmlisch bequem und auch im Badezimmer fehlte es an nichts. Es verfügte unter anderem über eine grosse Dusche und eine Eckbadewanne mit Blick auf das Meer und Garten. Nachdem wir die Aussicht zum Meer von unserem Balkon aus genügend ausgekostet hatten, machten wir es uns am Strand auf den komfortablen Liegen im Schatten der Palmen gemütlich. Kurz vor Sonnenuntergang zügelten wir zum Pool und bestellten an der Poolbar zwei Cocktails. Das folgende Bild beschreibt am besten, wie schön die Stimmung war :). Beim Abendessen erkannten wir dann ein weiteres Highlight dieses Hotels: Das Buffet (Frühstück und Abendessen sind im Zimmerpreis enthalten) war schlichtweg unglaublich. Verschiedenste frische Salate, unterschiedliche warme Speisen, frische Früchte und kleine Leckereien zum Nachtisch. Dazu konnte man jeden Abend Australisches Rindfleisch, Poulet oder frische Meeresfrüchte vom Grill bestellen (ebenfalls im Preis inbegriffen). Die verschiedenen Französischen Käsesorten rundeten diesen Gaumenschmaus ab.

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Der nächste Tag startete mit einem ausgiebigen Frühstück am Hotelbuffet, das genauso umwerfend war wie das Gelage am Abend zuvor. Wir machten es uns danach am Strand gemütlich, wo wir den ganzen Tag faulenzten und zwischendurch im ruhigen und warmen Meer badeten.

Für die nächsten beiden Tage mieteten wir uns ein Motorrad (70‘000 Dong pro Tag, ca. 3.5 CHF). Während wir am ersten Tag den Süden anschauten, besuchten wir am zweiten Tag den nördlichen Teil der Insel. Zu diesen Ausflügen müssen wir euch gar nicht allzu viele Details erzählen. Die SehenswüIMAG1283rdigkeiten dieser Insel sind hauptsächlich die traumhaft schönen Strände, die teilweise noch fast menschenleer sind. Wir verirrten uns noch in die Hafenstadt „An Thoi“ am südlichsten Zipfel der Insel. Diese ist gemütlich und alles andere als touristisch (im Gegensatz zum Hauptort Duong Dong). Wir werden nicht alle Strände einzeln erwähnen, welche wir besuchten, aber der Bai Sao (Südosten) ist definitiv nennenswert. Diesen erreicht man über eine sehr holprige „Strasse“, die mit Wasser gefüllten Schlaglöchern geziert ist. An diesem endlos langen Strand gibt es ein Resort und wenige kleine Restaurants. Es lohnt sich bis ans nördliche Ende des Bai Sao zu gehen, da man dort ganz alleine ist und einen paradisischen Ort geniessen kann. Vermutlich wird man hier in wenigen Jahren bereits auf deutlich mehr Touristen stossen. Auf dem Rückweg besuchten wir noch den „Suoi Tranh“ Wasserfall. Der ist zwar schön im Wald gelegen, jedoch fanden wir ihn nicht sonderlich speziell.

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Im nördlichen Inselteil gibt es mehrere einzelne sehenswerte Strände, die teilweise kilometerlang und grösstenteils menschenleer sind. Im Nordwesten besuchten wir noch das „Peppercorn Beach Resort“ wo wir ursprünglich buchen wollten. Dort angelangt waren wir aber froh, dass kein Zimmer mehr frei gewesen war. Die Unterkunft wirkte nicht so schön wie auf den Bildern und auch der Strand war nicht speziell schön, es war ausserdem sehr windig und Abfall wurde angeschwemmt.

Über eine sehr holprige „Strasse“ kann man die weissen Strände der Ostküste mit dem Motorrad besuchen. Ein Teil der Strecke und des wunderschönen Strandabschnitts ist mittlerweile gesperrt, da dort ein kolossaler, aber top moderner Resort gebaut wird, der vermutlich bald die Tore öffnet. Dort entsteht auch ein riesiger Aqua Park. Wenn ihr also in wenigen Jahren oder vielleicht sogar Monaten nach Phu Quoc geht und nicht mehr die menschenleeren Strände vorfindet, welche wir hier anpreisen, seid nicht überrascht. Die Strasse ist an einigen Stellen nur miP1070400t viel Geduld und gutem Gleichgewichtssinn passierbar ;). Im Bamboo Cottages genossen wir ein leckeres Mittagessen. Dieses Hotel ist das einzige, welches wir auch empfehlen können, denn der Strand mit angrenzendem Garten ist sehr schön und die Leute sehr freundlich. Dennoch glauben wir, dass unser Famiana Resort die beste Wahl unter allen Hotels war, die wir gesehen hatten ;). Den Sonnenuntergang schauten wir vom Wasser aus am sehr schönen Mango Bay und machten uns danach mit Vorfreude auf das Abendessen auf den Rückweg.

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Unseren letzten Tag in Phu Quoc verbrachten wir wieder am schönen Hotelstrand. Ganz so entspannt wie zuvor war es leider nicht mehr, da heute zahlreiche winzige Quallen im Wasser waren. Diese brannten zwar nicht allzu stark, verdarben die Freude am glasklaren Meer jedoch ein wenig. Mit etwas Wehmut genossen wir zum letzten Mal den schönen Sonnenuntergang und schlämmten ein letztes Mal vom Buffet.

Am nächsten Morgen wurden wir schon vor Frühstücksbeginn abgeholt, um die Fähre zu erwischen. Dies stellte für das liebe Personal jedoch kein Hindernis dar, uns ein Lunchpacket aus auserwählten Leckereien (Früchte, Pain au Chocolat etc.) zusammenzustellen und uns auf die Reise mitzugeben. Mit dem Frühstückspacket unter dem Arm in den Pickup Bus einsteigend wussten wir, dass wir uns noch lange an die schöne Zeit in diesem Hotel, dessen super freundliches Personal und die schönen Strände der Insel zurückerinnern werden.

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