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Reisebericht Koh Tao 2014

Schon mal vorweg: Koh Tao hat uns unglaublich gut gefallen. Das merkt man auch an den zahlreichen (wunderschönen 😉 ) Fotos in diesem Beitrag 🙂

Koh Tao

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Nach Koh Samui freuten wir uns enorm auf die anstehenden Tage in Koh Tao. Besonders gespannt waren wir auf den Tauchkurs, der bereits am Abend der Ankunft begann. Lediglich der Doppelmord an einem Backpacker Paar am Strand von Sairee Beach (unser Hotel liegt auch dort) trĂŒbte die Vorfreude etwas mit einem mulmigen GefĂŒhl.

Als unser Highspeed Katamaran am Pier anlegte, konnten wir nicht glauben, dass dies bereits Koh Tao ist. Es sah aus, als lebten auf dieser Insel höchstens wenige hundert Personen. Abgesehen von einzelnen kleinen HĂŒtten konnte man hinter dem traumhaft schönen weissen Sandstrand mit Palmen und glasklarem Wasser lediglich HĂŒgel mit PalmenwĂ€ldern sehen. Alle Sorgen waren sofort verflogen, da uns gleich klar wurde, dass eine solche Tragödie hier bei diesen offenen und sympathischen Menschen eine absolute Ausnahmesituation war. Wir fĂŒhlten uns sofort sehr wohl und freuten uns nun ausnahmslos auf die bevorstehenden Tage :).

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Nach dem Bezug unseres Zimmers am HĂŒgel (fĂŒr einen kleinen Aufpreis buchbar, wenn man einen Tauchkurs macht) mit wunderschönem Blick vom Balkon ĂŒber Palmen hinweg direkt zum Meer, begaben wir uns zum Klassenzimmer fĂŒr die ersten Theorielektionen.

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Mit den Leuten aus unserer Gruppe (17 SchĂŒlern, die meisten aus Deutschland, zwei Assistenten und 3 Instruktoren) verstanden wir uns von Beginn weg super. In der Pause sahen wir zum ersten Mal den wunderschönen Sonnenuntergang am Meereshorizont.

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MĂŒde von den vielen Informationen und den tollen EindrĂŒcken, schliefen wir mit unserem persönlichen WĂ€chter vor der ZimmertĂŒr (ein kolossaler, farbiger Gecko) zufrieden ein. Nach den Poolsessions und weiteren Theorielektionen an unserem ersten Tag, brennten wir alle auf den ersten Tauchgang im offenen Meer. Am zweiten Tag war es endlich soweit. Die MeerestauchgĂ€nge waren unglaublich. WĂ€hrend die ersten beiden TauchgĂ€ngen noch mit zahlreichen wichtigen Übungen durchzogen waren und wir uns an die neue Umgebung gewöhnen mussten, konnten wir bei den weiteren TauchgĂ€ngen die artenreiche Unterwasserwelt, wenige hundert Meter vom Hotelstrand entfernt, geniessen. Korallen, Trigger Fische, Blaupunktstachelrochen, Nemos, Riesenzackenbarsche, MorĂ€nen sind nur Beispiele der schönen Lebewesen, die wir bei unseren TauchgĂ€ngen entdeckten.

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ÜberwĂ€ltigt von den EindrĂŒcken unserer ersten TauchgĂ€nge, war fĂŒr uns nach dem abgeschlossenen PADI Open Water Kurs (3.5 Tage bei Ban’s Diving School mit Unterkunft fĂŒr 9‘800 Baht, ca. 280 CHF) schnell klar, dass wir auch den zweitĂ€gigen Advanced Open Water Kurs machen wollten. Doch zunĂ€chst hatte Pascal schon seit langem eine Überraschung fĂŒr sein Miisli am nĂ€chsten Tag geplant :). Zuerst wurde jedoch gemeinsam mit den TauchschĂŒlern der bestandene Kurs gebĂŒhrend bis in die Morgenstunden gefeiert.

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Der erste Teil der Überraschung bestand im Umzug in ein anderes Hotel, sofern man das noch so nennen darf. In einer luxuriös eingerichteten Villa von „The Place“ mit eigenem Pool und mit Worten nicht zu beschreibenden Badezimmer, kam sogar Pascal (der die Villa bisher nur von Bildern kannte) aus dem Staunen nicht heraus.

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Nach der Erkundung und dem ersten „Juck“ in den Pool, machten wir uns mit einem Longtailboat auf zu einem weiteren Teil der Überraschung, nĂ€mlich der einzigartigen Nachbarinsel „Koh Nangyuan“. Da es eine Privatinsel ist und man 100 Baht bezahlen muss, um sie zu besichtigen, hielt sich der Besucheransturm in Grenzen, was uns sehr freute. Eigentlich handelt es hierbei um zwei kleine Inseln, die nur durch einen weissen Strand verbunden sind. Demzufolge ist es ein sehr romantischer, ruhiger und spezieller Ort.

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ZurĂŒck in der Villa genossen wir mit Prosecco im Pool den Sonnenuntergang, TRAUMHARFT!!! : ).

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Anschliessend wurden wir abgeholt, um im bereits gebuchten Restaurant (View Point) zu Essen (genau, auch das als Teil der Überraschung). Eine halbe Stunde fuhren wir im GelĂ€ndewagen ĂŒber „Stock und Stein“ durch den Dschungel, bis wir zu einem wunderschönen Restaurant direkt am Meer kamen. Nach dem romantischen Dinner mit lediglich zwei weiteren GĂ€sten am anderen Ende des Restaurants, war es soweit, das Dessert wurde serviert. Obwohl der herzförmige Schokokuchen neben dem Schriftzug „You will mary me?“ (Die etwas andere Formulierung verleiht dem ganzen doch erst einen abenteuerlichen Weltreiseflair, oder ;)? ) eigentlich schon alles erklĂ€ren wĂŒrde, durfte bei einem Heiratsantrag fĂŒr Damaris der obligatorische Kniefall natĂŒrlich nicht fehlen. Alle Einzelheiten wollen wir euch an dieser Stelle nicht verraten, aber so viel sei gesagt, ihre Antwort war JA! 🙂  Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Franzi und Alex, welche Pascal bei der Planung und Umsetzung dieses wunderschönen Tages eine grosse Hilfe waren.

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Als frisch Verlobte starteten wir am nĂ€chsten Tag den Advanced Open Water Kurs. Wir freuten uns, dass ein grosser Teil unserer coolen Klasse ebenfalls wieder mit dabei war (auch wenn Georg und Harry mit ihrem Kurs lieber warteten, bis wir anderen schon fertig waren ;P). Neben NavigationsĂŒbungen, einem Tauchgang zu einem Schiffswrack (Amerikanisches Kriegsschiff, das extra fĂŒr TauchgĂ€nge kontrolliert versenkt wurde) und einem Tauchgang zu zweit, begeisterte uns der Nachttauchgang besonders. Kurz nach Sonnenuntergang stiegen wir mit einem etwas mulmigen GefĂŒhl und einer Taschenlampe ins rabenschwarze Meer. Die uns bereits bekannte Unterwasserwelt bei Nacht zu betrachten fanden wir sehr interessant. Als Highlight versammelten wir uns am Meeresgrund und schalteten alle Lampen aus. Nach kurzem Warten bewegten wir unsere Arme und unzĂ€hlige Planktonteilchen begannen neongrĂŒn zu leuchten. Am besten stellt man sich dazu vor, dass man inmitten von hunderten GlĂŒhwĂŒrmchen kniet, die mit den eigenen Bewegungen umhergetrieben werden können, ein unbeschreibliches Erlebnis.

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Nach diesen tollen TauchgÀngen genossen wir die verbleibende Zeit in unserer Villa.

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Unser Fazit: Koh Tao war fĂŒr uns zweifellos ein Highlight. TatsĂ€chlich ist diese Insel im Vergleich zu anderen Inseln in Thailand noch weniger touristisch und einfach nur traumhaft schön. Wir wissen nun weshalb so viele Leute nur 2-3 Tage bleiben wollen und schlussendlich viel lĂ€nger verweilen ;). FĂŒr unseren Taucheinstieg war alles ideal. Einfache Bedingungen, wunderschöne Divespots, eine tolle, gut organisierte Tauchschule mit Ă€usserst sympathischen und netten Leuten, gĂŒnstigen Preisen und top Service. Wir können die Ban’s Diving School nur weiterempfehlen. Zu den Villen von „The Place“ gibt es nicht viel zu sagen ausser „Absolut Geil“:). Wunderschön, speziell, Ă€usserst liebes, hilfsbereites Personal und mit fast grenzenlosem Service können wir hier ebenfalls nur unsere wĂ€rmste Weiterempfehlung abgeben. Insgesamt ist auch die Insel Koh Tao zwar kein Geheimtipp mehr aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Abschied fiel uns deshalb auch schwer. Aber wir freuen uns schon, bald Madeleine und Toni in Bangkok zu treffen. Somit erhĂ€lt unser Bericht ĂŒber Bangkok dann noch etwas Pepp aus den Walliser Bergen und dem nebligen Aargau ;).

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