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Zwei Tage in Bali

Der Durchschnittstourist von Bali ist Australier, wohnt im 4-Sternehotel und bleibt zwischen sieben und 14 Tagen. Wir blieben aber nur zwei Tage. Aber weshalb?

Um von Australien nach Asien zu reisen, ist es die mit Abschnitt günstigte Variante, einen Flug nach Bali zu buchen. Im Minutentakt landen in Denpasar Flugzeuge, mehrheitlich mit Ferientouristen aus Australien. Der siebenstündige Flug von Brisbane nach Bali kostete uns nur wenig mehr als CHF 200.-. Indonesien Ja, Bali Nein, war der ursprüngliche Plan. Die Touristenströme schreckten uns ab und so wollten wir eigentlich möglichst rasch weiter auf eine andere Insel von Indonesien reisen. In Bali gewesen zu sein und gar nichts davon mitzubekommen, ging aber für uns trotzdem nicht auf. So blieben wir am Ende zwei Tage und waren am Ende mehr als positiv überrascht: Bali ist doch gar nicht so schlecht und wir genossen die beiden Tage in vollen Zügen.

In den zwei Tagen hatten wir genug Zeit, um Ubud, Seminyak, Kuta und Jimbaran zu besichtigen. So schnell unterwegs waren wir dank des Rollers, den wir für 60’000 Rupien mieteten (ca. CHF 4.50.-). Das ist effektiv die günstigste Variante, Bali in einer so kurzen Zeit bequem zu besichtigen. Der Linksverkehr ist nicht ohne aber nach einer kurzen Angewöhnungszeit fühlte sich Tobi sicher auf den Strassen um uns sicher herumzuchauffieren.

Wir wohnten in Kuta zwar im touristischsten Teil Balis aber gefallen hat es uns trotzdem, da unser Hostel nicht direkt am Strand sondern in einerm Innenquarter in der Nähe des Flughafens war. Dort fand man im Gegensatz zur Strandpromenade mit McDonalds und KFCs richtig authentische Streetfood-Stände mit sehr preisgünstigem Essen. Für 70Rp.- pro Teller bekommt man hier ein sehr leckeres Abendessen, was wir von Bali und vor allem Kuta niemals erwartet hätten.

Am besten gefiel uns der Stadtteil Seminyak, in dem es sehr viele kleine Kleiderläden mit balinesischen Designern gibt. Es hat uns beeindruckt, dass es hier viel eigene Mode gibt. Der Strand in Seminyak hingegen ist gar nichts schönes. Hier bleiben die Touristen wahrscheinlich lieber in ihren Hotels. Wer in Bali nach „instagrammable“ Frückstückslokalen mit Smoothie Bowls und Avocado Toasts sucht, kommt in Seminyak ebenfalls auf seine Kosten.

Ubud ist die Touristenhochburg Balis. Als wir dort mit dem Roller ankman, waren wir etwas enttäuscht. Wir stellen uns Ubud als Yoga-Meditations-Hippie-Digital-Nomad-Hochburg vor. Was wir dort vorfanden, war keine Idylee, dafür hunderte Touristenläden und prall gefüllte Strassen mit Reisenden aus Europa. Aber zu unserer Überraschung fanden wir dort auch wieder günstiges Essen für weniger als einen Franken pro Person. Vielleicht müsste man noch mehr as Umland von Ubud bereisen, um die Faszination für diesen Ort nachvollziehen zu können. Für dies blieb dann aber auf unserem wirklich kurzen Stopp in Bali keine Zeit mehr.

Bali war einen Abstecher wert, steht bei uns aber jetzt definitiv nicht mehr auf der Liste, um nochmals hierhin zu reisen. Wenn wir aber trotzdem nochmals kommen, würden wir eine Unterkunft in Jimbaran aussuchen. Das, weil der Strand hier am schönsten ist und weil es in diesem Stadtteil einen guten Mix an schönen Hotels und authentischen, balinesischen Lokalen gibt.

Tipp für eine Bali-Reise

Ganz praktisch für eine Reise in Indonesien ist die App GOJEK (gratis). Damit kann man, in etwa wie bei Uber, private Fahrer zu einem fixen Preis bestellen und dann bar bezahlen. Also es wird nicht per Kreditkarte abgerechnet, aber der Preis ist fix und stets sehr günstig.

Vom Hostel (Brea & Jam Hostel) zum Flughafen sind wir per Taxi gefahren, das lediglich 12.000 Rp gekostet hat (CHF 0.85), wobei dann noch 4.000 Rp dazu kamen, da der Fahrer das für die Zufahrt zum Flughafen bezahlen muss. Bei Uber ist das im Preis eingerechnet, bei GOJEK nicht.

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