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Tempel Prambanan und Borobudur in der Nähe von Yogyakarta

Prambanan

Die mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Yogyakarta ist sehr einfach. Wer in der Gegend Sosrowijayan (empfehlenswert, direkt beim Bahnhof und mit vielen kleinen, preiswerten Essständen) wohnt, kann mit Bus 1A ab Malioboro (Halte 1 oder 2, beide entang der Malioboro-Strasse) via Flughafen (einfach sitzen bleiben) bis zur Endstation fahren, die Prambanan heisst. Wer in wohnt, kann bei Halte Senopati zusteigen. Alle Fahrten auf dem TransJogja-Netz kosten 3500 Rp pro Person pro Weg. Ab der Endstation sind es noch etwa 5 Minuten zu Fuss zum Eingang der Tempelanlage.

Der Eingang befindet sich linker Hand und ist mit International Ticket angeschrieben. Wer, wie wir, auch Bodobudur besuchen will, kann ein Comboticket für 630.000 Rp nehmen. Das ist nicht viel günstiger, aber man muss am zweiten Ort dann nicht mehr anstehen. Das Ticket ist zwei Tage gültig, muss also am Folgetag beim anderen Tempel eingelöst werden. Obwohl das Ticket selbst mit 45 US$ angeschrieben ist, akzeptieren sie dort am Eingang keine US-amerkikanischen Dollar. Bezahlt werden muss in bar in indonesischer Rupiah oder mit Kredikarte.

Die Tempelanlage selbst ist sehenswert, aber keinesfalls so beeindruckend wie dies in diversen Blogs beschrieben wurde. Die Anlage besteht aus dem Haupttempel, dem Prambanan, und drei weiteren kleineren Tempeln weiter hinten. Der Teil Prambanan ist mit schreienden indonesischen Schulklassen überfüllt, deren Lehrer mit Megaphonen herumbrüllen. Und es gibt einen Kinderspielplatz und einen Streichelzoo. Und eine Bimmelbahn, für die, die die paar hundert Meter innerhalb des Geländes nicht laufen wollen/können. Weiter hinten, bei den drei anderen, kleinenren Tempeln ist es schön ruhig, allerdings sind diese auch weitaus weniger interessant als der Prambanan.

Borobudur

Auch der Borobudur ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos erreichbar. Aus dem Stadtzentrum fahren TransJogja-Busse 2B und 9 ab Ngabean Bus Station zum Terminal Jombor (3500 Rp), von wo regelmässig Busse nach Borobudur-Dorf fahren (20.000 Rp, Achtung: auf den Preis bestehen, die Busmitarbeiter erfinden willkürliche Preise. Erst im Bus bezahlen!). Vom Borobudur Busbahnhof sind es nur noch etwa 5 Minuten zu Fuss, bis zur Tempelanlage. Also genauer gesagt bis zum Parkplatz und den hunderten von Ständen, an denen Souvenirs und Essen verkauft wird. Man bahnt sich den Weg in Richtung Masuk (Eingang) und muss wiederum zum International Ticket (auch wenn man bereits eines hat) und muss das abstempeln lassen. Danach hat man die Qual der Wahl zwischen etwa 20 Guides, die einen belagern, oder einfach weitergehen, um die Anlage ohne Guide zubesichtigen, oder aber irgendwo auf der Anlage von jungen Studentinnen angesprochen zu werden, die einem gratis Touren geben (da sie entweder in der Ausbildung zum Guide sind oder für die Schule ihr Englisch trainieren müssen).

Der Tempel selbst ist wuchtig, hoch und schön anzusehen, aber wiederum bei Weitem nicht so überweltigend, wie das in der Reiseliteratur zu lesen ist. Wer Angkor Wat in Kambodscha oder Bagan in Myanmar gesehen hat, der wird leicht enttäuscht sein. Wir haben uns gegen eine Besichtigung früh morgens oder zum Sonnenuntergang entschieden (kostet extra), da es tagsüber weniger Leute haben soll. Insgesamt waren wir überrascht, wie wenige Leute es hatte. Insbesondere westliche Touristen haben wir vielleicht 5 gesehen. Wiederum waren mehrheitlich indonesische Gruppen dort, aber weniger laut als beim Prambanan. Schöne Bilder zu machen ist nicht ganz einfach, da bei ziemlich jeder Stupa jemand sitzt…

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