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Reisebericht Jakarta

Nicht viele Hauptstädte dieser Welt sind meiner Meinung nach Kandidaten für folgenden Titel: Hässlichste und langweiligste Stadt der Welt. Jakarta ist aber ganz klar Titelanwärter! Jakarta ist relativ arm an Sehenswürdigkeiten, ist riesig und dabei so zerstückelt, dass man kaum einzelne Stadtteile definieren kann. Zwar gibt es offiziell Stadtteile, aber zu sagen, der eine oder der andere sein schöner, spezieller, interessanter fällt mir schwer. Die Stadt ist schwer überschaubar, stets verstopft und das Atmen fällt einem schwer. 

Wo übernachten in Jakarta (wenn überhaupt)?

Genau so schwer fiel es mir zu entschieden, ob ich das Hostel im Norden (eher Altstadt) in der Nähe des Bahnhofs Kota resp. nahe Glodok (dem alten Chinesen-Viertel), oder eher „in der Mitte“ (Nähe Cikini-/Gambir Station, so etwas wie der Hauptbahnhof für Fernverkehrszüge), oder doch ganz im Süden (in Kemang)? Nun, ich dachte so etwas dazwischen, Nähe Cikini sei am interessantesten und daher habe ich das Six Degrees Hostel gewählt. Nun ja, das Menteng-Quartier ist vergleichsweise auch gar keine schlechte Lage. In Gehdistanz gibt es da alles Nötige. Aber halt auch nicht wirklich viel Sehenswertes. Wer sich für die Kota-Gegend entscheidet, dem sei das Wonderloft Hostel (habe selbst nicht da übernachtet, habe aber viel Gutes darüber gehört) empfohlen.

Was gibt es in Jakarta anzusehen?

Nun ja, wie gesagt, meiner Meinung nach nicht viel! Im Norden bin ich durch das chinesische Viertel Glodok gelaufen, habe den Jin De Yuan Tempel gesehen und war beim Taman Fatahillah (alter Rathausplatz), wobei letzterer überaus nicht-sehenswert ist! Das Monas-Denkmal (Nationaldenkmal) auf dem Unabhängigkeitsplatz sieht man vom Zug aus bestens, wenn man bespielsweise von Cikini oder Gambir nach Norden in Richtung Kota fährt. Das wäre es eigentlich schon…

Fazit: Wenn es sich nicht verhindern lässt und man über Jakarta fliegen muss, würde ich das ibis Budget oder das ibis Styles, knapp 2km vom internationalen Flughafen mit gratis Shuttle-Service empfehlen. Das spart viel Zeit, da man doch zum Teil etwa zwei Stunden braucht, um ins Stadtzentrum zu kommen. Und, nun ja, man verpasst ja wie gesagt sowieso nicht viel, wenn man möglichst rasch weiterreist.

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