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Klotok Tour in Borneo

Von der Orangutan Tour in Südborneo (Kalimantan, indonesischer Teil Borneos) lasen wir im Lonely Planet und waren so angetan, dass wir dies unbedingt selbst erleben wollten. Drei Tage und zwei Nächte schipperten wir mit dem Boot auf dem Fluss des Tanjung Puting Nationalparks und entdeckten Orangutans und weitere Tiere im Dschungel von Borneo.

Übernachtung auf dem Klotok

Die Übernachtung ist sehr einfach und spektakulär zu gleich. Wir schliefen auf Matratzen unter einem Moskitonetz auf dem Oberdeck. Abends wimmelt es von Insekten. Die Schiffe sind schon etwas in die Jahre gekommen und die Toilette ist ebenfalls sehr einfach. Eine Dusche gibt es nicht. Wer sich auf das einlassen möchte, sollte das unbedingt erlebt haben.

Kosten für die Orangutan Klotok Tour

Wie verglichen verschiedene Anbieter im Netz und entschieden uns dann für die Firma „Local Guides“, die das günstigste Angebot hatten und gleichzeitig zertifizierte Guides anbieten. Noch günstiger wäre es sicher gewesen, wenn wir uns erst vor Ort ein Boot und ein Fahrer gesucht hätten. Wir waren aber eigentlich ganz froh, als uns unser sympathische Guide gleich am Flughafen abholte und wir sofort starten konnten. Zu dritt zahlen wir insgesamt 600 USD, das heisst pro Person 200 USD. Es kamen keine zusätzlichen Kosten dazu, da wirklich alles inkludieit war (Vollpension, Snacks, Getränke, Nationalparkgebühren etc.).

Programm im Tanjung Nationalpark

Das Programm sieht immer gleich aus, egal mit welchem Anbieter man die Tour bucht: Drei unterschiedliche Stationen werden in den zwei Tagen mit dem Boot angesteuert und in der Zeit zwischendurch geniesst man die schöne Flussfahrt. Viele Tiere ausserhalb der Fütterungsstationen haben wir leider nicht gesehen, aber immerhin ein paar kleinere Affensorten und zwei Delfine. Bei den offiziellen Stationen hingegen kamen wir immer auf unsere Kosten, was das Bestaunen von Orangutans angeht. Man findet die grossen Affen entweder frei herumspatzierend, in den Bäumen hangelnd oder mit Sicherheit an den Fütterungsstationen. Die Parkranger bringen den Orangutans nämlich jeden Tag Bananen, damit sie im Park sicherlich genug zu essen haben und das lockt die Orangutans natürlich an. So kommt man als Tourist sehr nahe an die Orangutans ran, ohne sie dabei aber irgendwie zu stören.

Fluch oder Segen für die Orangutans?

Was solche Tours angeht, sind wir immer sehr skeptisch. So käme für uns zum Beispiel Reiten auf Elefanten niemals in Frage. Hier im Nationalpark scheint es den Tieren aber wirklich sehr gut zu gehen. Natürlich werden einige von ihnen ab und zu auf Fotos abgelichtet (Blitz strengstens verboten) und von Touristen angestarrt, aber sonst haben sie im Nationalpark ein sehr geschützes Leben, das sie leider in der freien Wildbahn durch die Abholzung des Regenwaldes nicht mehr hätten. Der Nationalpark ist wirklich sehr gross und mit dem Eintrittsticket unterstützt man, dass dies so beibehalten wird und nicht weitere Palmölplantagen im Lebensraum der Tiere gebaut werden.

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