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Reisebericht Hue 2014

Hue

Um die Strecke von Hanoi nach Hue zu bewältigen, war es für uns nun endlich an der Zeit, die in Asien verbreiteten Sleeping-Busse zu testen. Um 18.00 Uhr wurden wir beim Hotel abgeholt und zum Busbahnhof gebracht. Als wir den Bus betraten, staunten wir nicht schlecht. Tatsächlich befanden sich im Inneren über zwei Etagen verteilt bettenähnliche Sitze, die sehr gemütlich aussahen. Es war lediglich etwas wenig Platz zum Verstauen der Wertsachen vorhanden (Pass, Kreditkarten etc. wollten wir natürlich nicht irgendwo im Bus liegen lassen). Wären wir auf einer durchschnittlichen Schweizer Strasse unterwegs gewesen, hätten wir bestimmt eine sehr erholsame Nacht verbracht. Hier in Vietnam verlief die Fahrt aber mässig ruhig. Da war einerseits der Fahrer, welcher in regelmässigen Abständen die Hupe testete und bereits nach kurzer Zeit beinahe zwei Unfälle verursacht hatte. Andererseits sorgen die teilweise enorm holprigen Strassen für eine angenehme Vibrationsmassage. Trotz alldem konnten wir relativ gut schlafen und die 18 Stündige Fahrt verging sehr schnell.

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In Hue angekommen, machten wir uns mit viel Spannung auf den Weg zum nahe gelegenen Google-Hotel. Für ein Doppelzimmer bezahlt man lediglich 240‘000 DONG PRO Nacht (ca. 10.8 CHF), inklusive Frühstück. Dieser Preis war tiefer als ein Bett in einem Hostel mit vergleichbar zentraler Lage. Vom Zimmer waren wir nicP1050303ht enttäuscht. Kühlschrank, Klimaanlage, eigene Toilette und Dusche war alles vorhanden. Dank der zentralen Lage des Hotels erkundeten wir die Umgebung zu Fuss. Anschliessend genossen wir unser Abendessen im „Konfetti“, einem etwas teureren aber schönen und sehr schmackhaften Restaurant. Die Kellnerin gab uns den Tipp, nach dem Essen in der DMZ Bar einen Cocktail zu trinken. Wir folgten diesem Rat und trafen auf eine grosse Meute feiernder Besucher. Da Halloween war, fanden sich zahlreiche Gäste in Halloweenkostümen ein und die Bar war ebenfalls dem Motto entsprechend geschmückt. Wir genossen einen sehr tollen Abend in Hue, wo wir eigentlich nicht mit allzu viel Spass gerechnet hatten.

Am nächsten Tag mieteten wir uns ein Motorrad, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Ehrlich gesagt gab es nicht allzu viel, was wir uns anschauen wollten und  im Vorfeld hatten wir auch vernommen, dass diese Stadt nicht gerade von Highlights strotzt. Da Hue früher die Kaiserstadt von Vietnam war, liegen hier jedoch mehrere sehenswerte Gebäude. Wir besichtigten die riesige Zitadelle, deren Eintritt mit 105‘000 Dong (ca. 4.7 CHF) relativ teuer ist. Dennoch hat sich der Besuch gelohnt, denn in dem riesigen Komplex kann man problemlos mehrere Stunden verbringen. Neben schönen Gärten gibt es sowohl gut erhaltene wie auch baufällige „Ruinen“ zu betrachten.

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Eine kurze Motorradfahrt weiter besichtigten wir eine berühmte Pagode. Der Anblick dieses turP1050489mähnlichen Gebäudes war schön, doch nicht wirklich weltbewegend. Zum Abendessen suchten wir ein italienisches Restaurant auf, indem wir uns eine leckere Pizza bestellten.

Am nächsten Tag ging es dann bereits wieder weiter nach Hoi An. Abschliessend können wir sagen, dass Hue kein Highlight war. Wer hier durchfährt kann aber problemlos einen Tag verbringen, um sich von einer langen Busfahrt zu erholen. Die Zitadelle ist dann auf jeden Fall einen Besuch wert.

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