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Reisebericht Hongkong 2011

Hongkong, HK oder doch Hong Kong, China. Laut dem Aus- und Einreiseprozedere und dem Stempel im Pass ist Hong Kong ein eigenständiges Land, genannt Freihandelszone. Wie dem auch sei, wenn man an Hong Kong denkt, dann kommen einem unendlich hohe Wolkenkratzer, Nightlife und internationales Essen sowie Menschen aus aller Welt in den Sinn. Und in Wirklichkeit ist Hong Kong genau so. Auf den ersten Blick etwas ordnungs- und charakterlos, nach einiger Zeit jedoch anziehend und vielfältig. Für mich war kaum vorstellbar, wie eine Stadt, die zuweilen zu China gezählt wird, so anders sein kann, als China selbst. Waren wir während über drei Wochen stets etwas Spezielles, haben die Leute uns nachgeschaut und waren zurückhaltend, unsicher, anständig; so überrollt einem Hong Kong und dessen Menschenmassen, vor allem in Kowloon wo Unmengen von Indern uns „copy watches“ andrehen wollten.

Überquert man die Meeresenge und fährt auf Hong Kong Island, fühlt man sich in Pulli und Jeans plötzlich „underdressed“. Wer hier keinen Anzug mit Krawatte trägt, ist definitiv in der Minderheit. Gut, die Touristenströme z.B. zum Peak, zum Escalator oder zum Ausgangsviertel sind nicht zu unterschätzen, dennoch ist Hong Kong Island „smart casual“, während Kowloon sehr viel ungezwungener und lässiger daher kommt.

Lantau Island, ein bei uns unbekanntes Gebiet, das zu Hong Kong gehört, aber kaum als solches bekannt ist, jedoch von unbeschreiblicher, landschaftlicher Schönheit ist und das südostasiatische, ländliche Leben unweit der Mega-Metropole zeigt. Hier verbrachten wir eine Nacht in einer kleinen, abgelegenen Jugendherberge, unweit einer riesigen Buddha-Statue und einem Kloster. Von hier aus kann man in eine Gondelbahn steigen und über die hügelige Landschaft fast bis zum Flughafen fahren.

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