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Reisebericht Hong Kong 2014

Hallo ZĂ€mme 🙂

Endlich haben wir es geschafft, und unseren ersten Reisebericht fertig gestellt. Aufgrund vieler toller Erlebnisse, EindrĂŒcke und schöne Momente, sowie unregelmĂ€ssigem Internetzugang, hat es etwas lĂ€nger gedauert als erwartet. Wir wĂŒnschen euch viel Spass beim Lesen und melden uns bald mit unserem nĂ€chsten Beitrag:

 

Nun ist es endlich soweit, unsere 1-jÀhrige Weltreise beginnt!

Auf dem Weg zum Flughafen ZĂŒrich waren wir erstaunt, wie gelassen wir dem ganzen entgegen sehen. Vor einigen Tagen hatten wir noch mit einer stetig ansteigenden NervositĂ€t gerechnet. Nachdem wir versehentlich versucht hatten, im Business Check-In unsere RucksĂ€cke aufzugeben, machten wir noch ein kurzes Abschiedsfoto mit Murat Yakin, der sich netterweise ebenfalls am Flughafen von uns verabschieden wollte ;).

SpĂ€ter war es nun an der Zeit, uns von Rosmarie, Peter, Toni und Nathalie zu verabschieden, die mit uns nach ZĂŒrich gereist waren. Toni werden wir mit Madeleine bereits in wenigen Wochen in Bangkok widersehen, Rosmarie und Peter bald in Neuseeland. Da wir Nathalie vermutlich wĂ€hrend unserer ganzen Reise nicht mehr sehen werden, war der Abschied von ihr wehmĂŒtig.

Hong Kong

Skyline Hon Kong- Island

Nach einem gut 12 stĂŒndigen Flug landeten wir voller Erwartungen in Hong Kong. Als erstes wurden wir am Flughafen aufgeklĂ€rt, dass unser Hotel, das Harbour Grand Kowloon, am besten per Taxi zu erreichen ist. FĂŒr die 30-40 minĂŒtige Fahrt bezahlten wir lediglich 270 HKD (ca. 40 CHF). Nach dem Check-in liessen wir den Abend bei einem Bier in unserem Hotelzimmer mit Blick auf die atemberaubende Skyline von Hong Kong-Island ausklingen.

Am nĂ€chsten Morgen liefen wir als erstes von unserem Hotel zum Star-Ferry-Pier (ca. 30 Minuten). Unterwegs passierten wir die „Avenue of Stars“, das Hong Konger Pendant zum „Walk of Fame“. Da wir die asiatischen Stars (mit Ausnahme von Bruce Lee, Jet Li, etc.) nicht kannten, fanden wir den Ausblick auf die Skyline interessanter :). Am Pier angelangt, informierten uns die hilfsbereiten Angestellten im Tourist Office in tadellosem Englisch ĂŒber die wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten. Anschliessend fuhren wir mit der FĂ€hre fĂŒr 2.5 HKD (ca. 0.3 CHF) pro Person nach Hong Kong Island und schlenderten durch das Shoppingcenter der nahegelegenen International Finance Towers (IFC). Da diese Mall -wie die meisten Shops und Restaurants- auf gefĂŒhlte 10 Grad gekĂŒhlt werden, war uns schnell klar, weshalb auch im tropisch warmen Hong Kong Wintermode verkauft wird. Diese frostigen Bedingungen verdarben sogar der sonst so shoppingfreudigen Damaris die Einkaufslaune:). Auf dem Weg zum botanischen und zoologischen Garten (Eintritt gratis) liessen wir uns die Fahrt mit einem der berĂŒhmten doppelstöckigen „TrĂ€mmli“ nicht nehmen. FĂŒr wenige Rappen ist eine Fahrt mit diesen einzigartigen GefĂ€hrten nicht nur gĂŒnstig, sondern ein tolles Erlebnis und fĂŒr jeden Touristen ein Muss.

Doppelstöckiges Tram

Nach einem entspannenden Spaziergang durch diesen schönen Garten, machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Peak-Tram (Distanz ca. 5 Gehminuten; unbedingt unter der Woche besuchen und idealerweise um spĂ€testens 17.00 Uhr, um den Sonnenuntergang zu geniessen). FĂŒr 28 HKD (ca. 4 CHF) fuhren wir zum Peak, dem bekanntesten Aussichtspunkt der Stadt. Dort angelangt, fuhren wir direkt ganz nach oben und zahlten die 40 HKD (ca. 5 CHF; ohne Octopuscard 45 HKD) pro Person fĂŒr den Zugang zum Dach des Peaks. Im Eintrittspreis inbegriffen ist ein Audio- und Videoguide, der viele Informationen zu der Aussicht vermittelt. Ehrlich gesagt hörten wir uns das gar nicht an sondern genossen stattdessen den schönen Ausblick. Um ca. 18.00 Uhr kauften wir uns 2 Flaschen Bier und bogen hinter dem Peak in die Lugard Road ein, um zum Steilhang (ca. 800m) zu spazieren. Von aus hat man einen mindestens so schönen Ausblick auf die Stadt wie vom kostenpflichtigen Peak-Dach. Um ca. 18.30 ging die Sonne langsam unter und verschönerte die Aussicht von Minute zu Minute. Nach Sonnenuntergang genossen wir noch das atemberaubende Lichtermeer von Hong Kong und Ă€rgerten uns ĂŒber den leeren Akku unserer Fotokamera. Dieses Erlebnis empfehlen wir jedem Besucher von Hong Kong, es war schlichtweg atemberaubend (unbedingt eine Kamera mit ausreichend Akku dabei haben 😉 ). Nach einem Ă€usserst guten Essen im Restaurant „Peak Lookout“ genau gegenĂŒber des Peak Turms, fuhren wir mit dem Peak-Tram wieder nach unten (12 HKD, ca. 1.50 CHF) und erwischten am Pier gerade noch die letzte FĂ€hre aufs Festland (23.30).

Peak Ausblick

Am nĂ€chsten Tag standen wir frĂŒh auf, um unser straffes Tagesprogramm durchzubringen. Vom Star-Ferry-Pier aus, fuhren wir mit der Metro zur Insel Lantau. 5 Gehminuten vom Endbahnhof der Tung Chung Linie, liegt die Station der „Ngong Ping 360“-Seilbahn. Die Karten fĂŒr die Fahrt mit der Glasboden-Kabine hatten wir am Star-Ferry-Pier bei einem Scout von Big Bus zum Standardpreis gekauft, wodurch uns die lĂ€ngere Schlange am Ticketschalter erspart blieb.
Gemessen an der Anzahl Fotos, welche unsere asiatischen Gondelkompanen schossen, muss die 25 minĂŒtige Fahrt (5.7 km) fĂŒr Einheimische ein wahres Spektakel sein. Wer sich eine Seilbahnfahrt in den wunderschönen Schweizer Bergen gewohnt ist, wird hier jedoch nicht sonderlich beeindruckt sein. Lediglich der Anblick der grossen Buddha Statue des Po-Lin-Klosters war fĂŒr uns ein Foto wert. Die Ankunft im Bergdorf war fĂŒr uns die nĂ€chste EnttĂ€uschung, handelt es sich hierbei doch nur um eine AnhĂ€ufung von Touristenshops. Am Ende des „Dorfes“ thronte die riesige Buddha Statue. Dieses beeindruckende Monument ist definitiv ein Aufstieg wert und entschĂ€digt die weite Reise. Dennoch empfehlen wir dieses Reiseziel nur jenen, die in Hong Kong mindestens 3 Tage Zeit haben und sich von einiger riesigen Skulptur inmitten von grĂŒnen HĂŒgeln beeindrucken lassen. Wer die Reise auf sich nimmt, sollte einen Schirm mitbringen, da es hier oft regnet und die Shops lediglich ĂŒberteuerte Souvenirschirme verkaufen.

Big Buddha

Als wir nach unserem Ausflug wieder auf Hong Kong Island ankamen, flĂŒchteten wir vor dem starken Regen in die IFC-Shoppingmall. Im einem der beiden TĂŒrme kann man als Besucher mit dem Lift gratis in den 55. Stock fahren (Ausweis mit Foto erforderlich: Pass, ID, FĂŒhrerausweis), um den Ausblick ĂŒber Hong Kong-Island zu geniessen. Das schlechte Wetter sorgte leider dafĂŒr, dass sich der Ausblick auf wenige Meter beschrĂ€nkte. Kaum waren wir wieder im Erdgeschoss, hellte die Wolkendecke auf. Wir nutzten diese Gunst und suchten ein Restaurant aus dem ReisefĂŒhrer in Kowloon auf. Das vegetarische vietnamesische Restaurant (Ja MĂ€nner, das gleiche wie ihr gerade denkt, ĂŒberlegte Pascal sich auch;) !) war sehr preiswert und Ă€usserst lecker (Kung Tak Lam, 1. Peking Road). Bereits wĂ€hrend dem Essen, ĂŒberlegten wir uns, wo wir die berĂŒhmte Lasershow von Hong Kong betrachten könnten. Wir entschieden uns fĂŒr die Hafenpromenade beim Star-Ferry-Pier, wo sich bereits zahlreiche Schaulustige versammelt hatten. Von der Lasershow waren wir dann aber enttĂ€uscht. Man sollte es sich zwar ansehen, doch zu hohe Erwartungen darf man dabei nicht haben. Als Highlight gönnten wir uns danach noch ein GetrĂ€nk im „Aqua Spirit“ im obersten Stockwerk (30. Etage) der 1. Pekingroad. Die 10 CHF, welche man fĂŒr ein Bier bezahlt, reuten uns keineswegs, denn das Panorama auf die Skyline war unschlagbar. Als Kontrast zu dieser luxuriösen Erfahrung, wollten wir anschliessend etwas Traditionelleres erleben. Deshalb begaben wir uns zu Fuss zum Nightmarket in der Temple Street. Dieser Markt wiederspiegelte den chinesischen Lebensstyle vielmehr als wir bis anhin in Hong Kong mitbekommen hatten. Hier kann man auf engstem Raum wirklich alles kaufen, was man sich vorstellen kann: Gekochte Gerichte und FrĂŒchte aller Art, Lebendige Fische und Krebstiere aus kleinen KĂŒbeln, Elektronische GerĂ€te, Kleidung (das meiste davon gefĂ€lschte Markenartikel) und vieles mehr. Mit dem Hintergedanken, dass wir alle EinkĂ€ufe ein Jahr lang umhertragen mĂŒssen, hielten wir uns mit den EinkĂ€ufen zurĂŒck. Dennoch wĂŒrden wir das Flair des Nightmarkets bei einem nĂ€chsten Besuch auf jeden Fall wieder erleben wollen.

Syline by Nacht

Unser letzter Tag in Hong Kong hatte bereits begonnen und wir wollten noch einige Dinge erleben. Zum Beginn begaben wir uns nach Hong Kong-Island, wo wir zum Central Escalator, der lĂ€ngsten Rolltreppe der Welt, gingen. Diese fĂŒhrte uns durch SoHo, ein Quartier mit zahlreichen Kneipen, Pubs und kleinen Restaurants. Am oberen Ende angelangt, spazierten wir zum Hong Kong-Park. Im wohltuenden Schatten der tropischen BĂ€ume, betrachteten wir die riesige Voliere mit ĂŒber 600 verschiedenen Vogelarten und die schön angelegten Teiche. Die tropische Vegetation mit kleinen GewĂ€sser versetzte uns in Ferienstimmung und war eine super entspannende Abwechslung zur anstrengenden Stadterkundung.

Honk Kong Park 3 Hong Kong Park 2

Der anschliessende Besuch des Kongress-und Messezentrums beeindruckte uns wenig, da die schöne Architektur des GebĂ€udes aus der Ferne als Teil der Skyline besser wirkt. Weil wir es besser wissen wollten als unser ReisefĂŒhrer (der von einem Besuch des Peaks am Wochenende abrĂ€t), planten wir den wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Peak zu widerholen. Als wir die endlos lange Schlange vor der Tramstation sahen, Ă€nderten wir unsere PlĂ€ne und gingen ins Kneipenviertel Lan Kwai Fong (Hong Kong-Island) zum Abendessen. Anschliessend wollten wir noch das Nachtleben dieser grossen Hafenstatt miterleben und mischten uns unter die Feiernden. Die zahlreichen Lokale ĂŒbertönten sich gegenseitig mit lauter Musik und sorgten fĂŒr eine tolle Stimmung, sodass sogar auf den Strassen mitgefeiert wurde. Dies war ein super Abschluss unseres unvergesslichen Aufenthaltes in Hong Kong und ein prima Start unserer Weltreise.

Am nĂ€chsten Morgen fuhren wir mit dem Taxi zurĂŒck zum Flughafen und genossen den Flug im topmodernen Boing 787 Dreamlider der Thai Airline nach Bangkok. Mit welchen Halunken wir uns dort rumschlagen mussten und was wir alles erlebten, werden wir euch bald im nĂ€chsten (etwas knapperen 😉 ) Beitrag ĂŒber Bangkok erzĂ€hlen.

Zebra

 

 

 

 

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