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Reisebericht Peking 2011

Nach fünf Tagen Shanghai und den ersten Eindrücken aus China war für uns die Zeit gekommen, um die Zugverbindungen zu testen und uns auf die rund 13-stündige Fahrt nach Beijing zu begeben. Die Züge sind (auch zu unserem Erstaunen) genau so wie die ICE in Europa, das Einsteigen verläuft wie das Boarding eines Flugzeugs. In Beijing angekommen fühlten wir uns das erste Mal richtig in China, nicht nur weil es für mich persönlich „chinesischer“ aussieht als Shanghai, sondern vor allem weil wir plötzlich Aj nicht mehr dabei hatten. Kein Taxifahrer kann auch nur ansatzweise Englisch, einen Stadtplan lesen resp. sich orientieren und uns nach Plan chauffieren erst recht nicht. So hat sich herausgestellt, dass wir jeweils am Zielort (z.B. Jugendherberge) anrufen müssen um dem Fahrer sich den Weg erklären lassen.

Peking hat, wie Shanghai und Xi’an auch, ein reges und (von den Karaokebars mal abgesehen) europäisches Nachtleben. So gesehen fühlten wir uns von Anfang an zu Hause in den Strassen Pekings. Und weil wir von den Jugendherbergen jeweils Visitenkarten erhalten, die mit dem Text „Please take me to… + Adresse“ in Chinesisch versehen sind, können wir auch guten Gewissens drauf los laufen, da die Taxifahrer wenigstens fähig sind, Chinesisch zu lesen. Mit dem Kauf der Zugtickets läuft es genau gleich. Da lassen wir meist in der Jugendherberge oder im Hotel, wo wenigstens jemand etwas englisch kann, den Zielort und Datum aufschreiben, zeigen das am Ticketschalter und können so wortlos die Fahrkarten kaufen.

In und um Peking haben wir uns die Verbotene Stadt plus alles was dazu gehört angesehen, haben einen Tagesausflug zur Grossen Mauer gemacht, haben den Zoo angeschaut und einige Tempel gesehen. Ich denke, Beijing ist zu Recht die Hauptstadt Chinas. Es ist auf jeden Fall typischer China als Shanghai, etwas schmutziger, verrauchter, verdampfter als Shanghai, aber weniger „plastic“.

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