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Reisebericht Thimpu 2018

Von Paro sind wir über die einzige Strasse, die das Land von West nach Ost durchquert, die knapp 50 km nach Thimpu gefahren. Die Strasse ist gut ausgebaut, wenn auch kurvenreich, warum die Fahrt auch über eine Stunde dauert. In der bergigen, aber kargen Landschaft haben wir den Tamchhog Lhakhang (Tempel des Hügels des hervorragenden Pferdes), also den Tempelkomplex des als Eisenbrückenbauer verehrten tibetischen Heiligen Thangton Gyelpo besucht. Besonders schön war der Anblick der uralten Eisenbrücke, die mit Gebetsfahnen beschmückt ist und damit ein für uns typisch buddhistisches Himalaya-Bild abgab.

 

Die Hauptstadt von Bhutan

In der Hauptstadt angekommen, haben wir uns (nachdem wir uns gefragt haben, ob dieses etwas grössere Dorf wirklich die Landeshauptstadt sein kann) direkt den nationalen Erinnerungs-Chörten (grosse Stupa) angeschaut, der 1974 für den verstorbenen dritten König von Bhutan erichten wurde. Dieser König hat den Fortschritt ins Land gebracht und wird daher noch immer verehrt. Bei dieser Stupa haben wir gelernt, dass in Bhutan nicht nur auf der Strasse Linksverkehr herrscht, sondern dass auch mindestens drei (besser wären hundertacht) Umrundungen im Uhrzeigersinn um die Stupa Glück bringen resp. Pflicht sind. „Om mani padme hum„-betend haben wir hunderte Gläubige dabei begleitet.

 

Tashichhodzong und weitere Sehenswürdigkeiten in Thimpu

Nach einem Ausblick auf den Thimpu Dzong (Tashichhodzong) und das Parlamentsgebäude (das man nicht besichtigen darf) von einem erhöhten Punkt, haben wir uns kurz ins Hotel begeben. Unser Führer und unser Fahrer hatte dann anschliessend Feierabend. In Bhutan darf man sich (entgegen einigen Erwartungen) auch ohne Begleitung frei bewegen. Man muss zwar ein Komplett-Paket aus Visum, Hotels und Reiseprogramm buchen, aber im Land selbst ist man frei. Das haben wir genutzt und uns die bekannteste Kreuzung des Landes angeschaut, wo ein Polizist in seiner wunderschön bemalten Verkehrsinsel von Hand den Verkehr regelt. Vor ein paar Jahren hatte man da die erste (und einzige) Verkehrsampel von Bhutan errichtet, dann aber bald wieder abgeschafft. Der Grund war simpel: braucht es nicht. Zudem haben wir uns das Nationalstadion angeschaut. Die Türen standen offen und offenbar hat ein lokaler Verein abends da sein Fussballtraining. Das Stadion hat das Format dessen eines mittelgrossen Provinzvereins in Europa, ein paar bunte Sitze auf der Tribüne, und mittlerweile Kunstrasen. Was das Station allerdings von anderen unterscheidet ist die Haupttribüne, komplett aus Holz und im bhutanesischen Stil gehalten, die bei wichtigen Anlässen (Krönung des Königs) von der königlichen Familie eingenommen wird.

Am darauffolgenden Tag hatten wir ein vollgepacktes Programm. Angefangen hat die Stadtbesichtigung bei der Buddhastatue hoch über der Stadt. Sie wurde erst kürzlich fertiggestellt und ist von überall sichtbar. Weiter ging es zum Takin-Reservat, wo einige Verletzte oder Weisen der vom Aussterben bedrohten Nationaltiere von Bhutan (grosse, bullige Rinder, die der Sage nach den Kopf einer Ziege und den Körper eines Yaks haben) gehalten werden. Anschliessend gab das Simply Bhutan-Museum einen Überblick, wie das Landleben in Bhutan abläuft, abgerundet mit einem Versuch im Nationalsport Bogenschiessen. Ebenfalls besucht haben wir ein traditionelle Papierfabrik, das Textilmuseum sowie die staatische Ausbildungsstätte für allerlei Handwerk (halb Schule, halb Museum).

Ebenfalls angeschaut haben uns (allerdings auf dem Rückweg von Punakha herkommend) den Changangkha Dzong, das älteste Kloster Bhutans, das etwas erhöht westlich der Stadt liegt. 

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