obinatravel

Reisebericht Dakar 2016

Als wir nach ein paar Tagen von Mbour in Richtung Dakar weiter reisten, haben wir auf der Hauptstrasse einen grossen Bus angehalten und dieser war glücklicherweise in Richtung Dakar unterwegs (CFA 1000), sodass wir sogleich einsteigen und losfahren konnten. Die Fahrt war kurz, jedoch wussten wir nicht ganz genau, wo wir wieder aussteigen sollten. Als sich die Häuserreihen verdichteten, haben wir angespannt aus dem Fenster geblickt. Mit der Zeit sind uns Gegenden bekannt vorgekommen, dennoch konnten wir uns nicht genau orientieren. Schliesslich haben wir genau beim Nationalstadion des Senegal dem Fahrer resp. den «Mitfahr-Jungen», der die hintere (nicht vorhandene) Türe bediente, singanlisiert, dass wir aussteigen wollen. Gesagt, getan. Mit einem Taxi sind wir wiederum zur Auberge Poulagou gefahren, wo wir bereits die erste Nacht nach unserer Ankunft in Dakar genächtigt hatten. Die Herberge liegt nahe des Flughafens und in einem interessanten Quartier. Ersteres hat einfach den Nachteil, dass alle (ALLE!) Flugzeuge sehr tief über die Köpfe hinweg starten, und dies auch nachts, und auch nicht zivile Flugzeuge. Es sind also einige. Und die Herberge liegt direkt am Meer, dort wo die Fischer von Yoff (so heisst der Stadtteil, der ganz korrekt eine eigene Stadt ist) täglich ihren Fang an Land bringen und diesen auch weiterverarbeiten. Dementsprechend riecht es, zum Teil auch im Innenhof des Hotels. Ansonsten ist es empfehlenswert, wenn auch nicht ganz so preiswert wie erhofft (CFA 16’000 oder CFA 23’000 für ein Doppelzimmer ohne oder mit eigenem Bad).

Wir haben uns dann zu Fuss in Richtung Westen durch das Quartier auf Entdeckungsreise gemacht. Zuerst sind wir durch Yoff gelaufen, haben gegessen und Kindern ein «Bonjour» zurückgerufen, wenn sie uns gegrüsst haben. Am Strand von Yoff traut man seiner Nase kaum: wer nicht dort war, weiss eifach nicht was es heisst «es stinkt nach Fisch»! Entsprechend zügig sind wir dann weiter. Im Stadtteil Ngor haben wir eine nette Bar gefunden, wo wir mit einem Gazelle-Bier gemütlich direkt am Meer den Wellen lauschen und den unerschrockenen Surfern zusehen konnten. Für den nächsten Tag haben wir uns ein Taxi genommen und sind ins eigentliche Stadtzentrum gefahren. Dort haben wir einen Markt besucht und uns ein paar koloniale Gebäude angesehen. Leider war das aber kaum sehenswert und als uns ohne Pass (den liessen wir im Hotel) der Zutritt zur Fähre auf île de la Gorée (kleine der Stadt vorgelagerte und geschichtlich interessante Insel) verwehrt wurde und sich auch die Grande Mosque (grosse Moschee) als nicht so wahnsinnig sehenswert herausstellen, sind wir zurück in «unsere» Bar am Meer, wo wir nochmals so richtig entspannen konnten und nach dem Sonnenuntergang uns ein letztes Mal auf zur Herberge gemacht haben, um kurz darauf per Minibus (CFA 100) zum Flughafen zu fahren.

Kommentare

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.