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Reisebericht South Luangwa Nationalpark 2013

Es war wieder einmal vor Sonnenaufgang, als ich mich auf den Weg in Richtung South Luangwa Nationalpark gemacht habe. Dieser ist einer der artenreichsten in ganz Afrika und wird als einer der schönsten und empfehlenswertesten überhaupt gehandelt. Nur, der ist von Lusaka gute 12 Stunden Busfahrt entfernt. Dies wiederum gab mir die Möglichkeit, viele neue Leute kennen zu lernen. Erneut habe ich im Bus liebenswürdige und zuvorkommende Leute getroffen, die sich interessiert an mir und meiner Herkunft gezeigt haben. Ein anderer ist im Bus zu mir gekommen, hat mir seine Hand zum Handschlag hingehalten und etwas von „miracle“ erzählt. Offenbar bringt ihm das Glück. Auch auf dem letzten Stück bis nach Chipata (eine Stadt nahe der Grenze zu Malawi und Verkehrsknotenpunkt zwischen Lilongwe und Lusaka, selbst aber überhaupt nicht sehenswert) hatte ich Glück jemanden zu treffen, der früher im Nationalpark arbeitete und mir sogleich einen Platz in einem Kleinbus ins 100km entfernte Mfuwe organisierte. Dieser Ort ist der Ausgangpunkt aller Ausflüge in den Park. Ich habe mich schliesslich vor die Croc Valley Lodge fahren lassen und da mein Zelt aufgeschlagen. Lustigerweise habe ich in dem Camp Schweizer angetroffen, die richtige, alte Afrikaveteranen sind und sich hier bestens auskennen. Die beiden Brüder haben ihr eigenes Auto und in Lusaka ihre eigene Wohnung. Sie haben mich auf ein Bier eingeladen und wir haben uns für dieselbe Pirschfahrt am nächsten Tag angemeldet.

Die Safarifahrt am Morgen früh war gut, jedoch kaum zu vergleichen mit dem, was ich in den Parks im Süden von Tansania auf einer früheren Reise schon erlebt hatte. Zebras, Giraffen, Elefanten, Büffel, Warzenschweine, Flusspferde, Krokodile, Perlhühner, Geier (die eine tote Giraffe frassen), Affen und diverse Antilopenarten haben wir gesehen. Die Grosskatzen sind uns aber (noch) nicht zu Gesicht gekommen.

Schon auf der Abendsafarifahrt kam ein Highlight, Hyänen und Leoparden haben wir in der Abenddämmerung gesehen. Eine riesige Büffelherde überquerte den austrocknenden Luangwa River grossem Getöse. Und schliesslich sind uns die beiden Leoparden auf dem Rückweg nochmals vor dem Jeep durchgelaufen.

Der zweite Tag begann auch wieder morgens um 06:00 Uhr mit einer Walking Safari. Es ging um Spurenlesen, verschiedene Exkremente untersuchen und etwas über Pflanzen und Bräuche lernen.

Abends dann noch einmal eine Ausfahrt mit zwei Höhepunkten: Löwen und nochmals ein Leopard! Alles in allem also zwei gute Tage mit viel Wildlife.

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